Alarmierung der Wehr erfolgt auf verschiedene Arten/„Kleine Meldeschleife“

Brandschutz in der Stadt ist jederzeit gewährleistet

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Nicht für jeden Einsatz wird die komplette Wehr benötigt.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Sirenenalarm in der Kreisstadt – Zeit für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, alles stehen und liegen zu lassen und zum Feuerwehrhaus zu fahren. Allerdings kommt es auch vor, dass die Fahrzeuge mit Sonderrechten ausrücken, ohne dass die Sirenen geheult haben. Wir haben mit Ortsbrandmeister Hermann Cordes über die Alarmierungs-Modi der Kräfte gesprochen.

„Natürlich wird nicht für jeden Einsatz die komplette Wehr mit allen Fahrzeugen benötigt. Zum Beispiel, wenn es sich um einen Kleinbrand, eine Hilfeleistung oder einen Verkehrsunfall handelt“, erklärt Cordes. Für diese Fälle gebe es die „Kleine Meldeschleife“. „Jeweils 18 Einsatzkräfte sind in diesen beiden Schleifen zusammengefasst, die wir zugweise aufgestellt haben“, so der Ortsbrandmeister. In den ungeraden Wochen werde der erste und in den geraden Wochen der zweite Zug alarmiert.

Die Alarmierung erfolge über Meldeempfänger. „In der Großleitstelle ist alles per Stichwort hinterlegt, sodass die Leute dort ganz genau wissen, wen und was sie wann in Wildeshausen alarmieren müssen.“

Falls sich vor Ort ergebe, dass es sich doch um einen größeren Einsatz handelt, alarmiere der Einsatzleiter umgehend nach. „Das erfolgt über die Großleitstelle, die von mir benachrichtigt wird und dann Vollalarm auslöst“, so Cordes.

Liege jedoch das Stichwort „Wohnungsbrand“ vor, dann würden stets die kompletten Wehren aus Wildeshausen und Düngstrup per Sirene alarmiert: „Bei einem solchen Einsatz ist davon auszugehen, dass mehr Atemschutzträger benötigt werden“, erklärt Cordes. Ohne diese sei heute kein Innenangriff mehr möglich: „Hinzu kommt, dass für jeden Trupp (zwei Mann), der einen Angriff vornimmt, ein weiterer Trupp für die Sicherung eingesetzt werden muss. Ohne diese Eigensicherung läuft gar nichts.“ Derzeit verfüge Wildeshausen über 36 und Düngstrup über 15 Atemschutzgeräteträger.

Was aber ist, wenn die Wehr einmal eine große Feier hat wie zum Beispiel am Sonnabend den Kameradschaftsabend im Tanz-Zentrum? Was ist dann mit dem Brandschutz in der Stadt? Dazu Cordes: „Auch das ist kein Problem, wir stellen stets eine Bereitschaft auf, die meistens aus zwölf Personen besteht.“ Im Ernstfall rückten diese Kräfte aus. „Handelt es sich dann um eine größere Sache, wird nachalarmiert. Dann müssen eben auch die Nachbarwehren mit ran.“

Bei Feiern, dazu gehörten auch das Gildefest, Silvester, die Himmelfahrtsveranstaltungen sowie private Großfeiern, zu denen die Kräfte eingeladen seien, gebe es ein ehernes Gesetz. „Bei einem Bier am Hals hat es sich für die Jungs mit dem Einsatz erledigt“, so Cordes. Und daran halte sich auch wirklich jeder: „Sie wissen, dass wir dabei sehr empfindlich reagieren. Wir haben aber auch keinerlei Probleme, die Bereitschaften aufzustellen.“

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