Nach Ratssitzungen:

AfD-Ratsherr beklagt sich über „Lügner und Hetzer“

Auf ihrer eigenen Homepage thematisiert die AfD den Vorfall.
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Auf ihrer eigenen Homepage thematisiert die AfD den Vorfall.

Keine gute Stimmung bei der Wildeshauser AfD-Fraktion gegenüber den Gegnern: Ratsherr Frank Voigt spricht in einem Brief von „Hetzern und Lügnern“.

Wildeshausen – Der Ratsherr der Wildeshauser AfD-Fraktion, Frank Voigt, betont im Bezug auf unsere Berichterstattung in seinem Brief, dass es in der ersten Ratssitzung keinen Streit zwischen den AfD-Ratsherren Voigt und Thomas Krahn und dem Wildeshauser AfD-Gegner Ralf Beduhn gegeben hat. Vielmehr habe Beduhn, sich zu den Ratsherren beugend „elendes Faschistenpack“ zugeraunt und im Wegdrehen noch „verrecken“ hinzugefügt.

Zu einer Auseinandersetzung sei es aber nicht gekommen, so Voigt, weil Beduhn sofort danach gegangen sei.

Im zweiten Anlauf der konstituierenden Ratssitzung am 18. November habe ihn Beduhn im Rahmen der Einwohnerfragestunde angesprochen, ob er in der AfD ein „Mann der Mitte“ wäre. „Ich beantwortete dieses laut mit einem ,Ja‘, sodass es alle gehört haben“, betont Voigt in seiner Stellungnahme. Beduhn habe ihn und seinen Ratskollegen als „politisch unbedarfte Kleinbürger“ bezeichnet, die offenbar gar nicht richtig begreifen würden, dass sie in einer rechtsextremistischen Partei aktiv sind. „Dies kann er mal seiner linken Anhängerschar mitteilen“, so Voigt. „Herr Beduhn beleidigt nicht nur unsere AfD-Wähler, sondern unsere Partei.“

„In welcher Partei wir als Mitglieder sind, entscheiden wir noch selber“, erklärt Voigt. „Auch lassen wir uns darüber von diesem Herrn nicht belehren.“ Er halte Menschen wie Beduhn für „Lügner und Hetzer“.

„Sehr geschockt über Beduhns Beleidigung“

„Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass 30 Jahre nach der Wiedervereinigung solche Bürger mit ihrem Anhang und mit ihren Aussagen die deutsche Bevölkerung politisch spalten und Hetze betreiben“, so der Ratsherr abschließend.  

Wie berichtet, hatten Krahn und Voigt nach dem ersten Vorfall geschildert, dass sie beide sehr geschockt über die „Beleidigung“ Beduhns gewesen seien. Sie hätten überlegt, ob sie den Vorfall melden sollen. „Wir wollten aber lieber keine Unruhe stiften“, so Voigt damals. „Außerdem mussten wir das erst mal verarbeiten.“

Beduhn hatte die ihm vorgeworfenen Worte entschieden zurückgewiesen. „Das ist unter meinem Niveau. Es ist skandalös, dass die mit solch einer Behauptung um die Ecke kommen“, sagte er gegenüber unserer Redaktion. Er habe lediglich etwas vor sich hingemurmelt, weil er mit dem Verlauf der Ratssitzung unzufrieden gewesen sei. Er sei auch nur gekommen, weil er befürchtet habe, dass Voigt als zweitältester Ratsherr die Eröffnung der Sitzung vornimmt. „Und das am Tag der Enttarnung der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund vor genau zehn Jahren. Das wäre ein schlimmes Signal gewesen“, so Beduhn.

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