Betrugsmasche im Internet / Wildeshauser passt auf und bricht den Kontakt ab

Abzocke beim Autoverkauf

Offenbar kein Einzelfall: Die Plattform „Autoscout24“ warnt vor dubiosen Kunden. Screenshot: WZ
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Offenbar kein Einzelfall: Die Plattform „Autoscout24“ warnt vor dubiosen Kunden. Screenshot: WZ

Wildeshausen – Gerade während der Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie macht es derzeit Sinn, ein Auto im Internet anzubieten, wenn man es denn loswerden möchte. Das dachte sich Hans-Dieter Grafe aus Wildeshausen, der seinen Jahreswagen, einen Ford Focus, verkaufen wollte.

Dabei drohte er allerdings einer Betrugsmasche auf den Leim zu gehen, wenn er nicht vorsichtig gewesen wäre und den Kontakt zum Kaufinteressenten abgebrochen hätte. Nun hat er bei der Polizei Anzeige erstattet und das Verkaufsportal informiert, glaubt aber nicht so recht, dass man damit dem Betrüger das Handwerk legen kann. Dieser wohnt nämlich aller Voraussicht nach im Ausland.

Es meldete sich schnell ein Interessent

„Ich habe den Wagen über das Internetportal ,Autoscout24‘ eingestellt“, berichtet Grafe. Er sei dann sehr erstaunt gewesen, dass sich schon am nächsten Tag ein potenzieller Käufer gemeldet habe, der genau nach einem solchen Wagen gesucht habe. „Auch der Preis entsprach seinen Vorstellungen“, erinnert sich Grafe an den vermeintlichen Glücksfall. Im weiteren Kontakt berichtete der Interessent, dass er Spanier sei und im afrikanischen Mali lebe. Er würde den Transport in seine Heimat organisieren und finanzieren. Er müsse nur wissen, wo das Auto abgeholt werden solle.

Käufer lebt angeblich in Mali

Seine Adresse nannte Grafe allerdings erst einmal nicht, denn es war noch kein Vertrag mit dem Käufer abgeschlossen. Der Interessent sicherte aber zu, am gleichen Tag zur Bank zu gehen, um die Überweisung vorzubereiten.

„Wir hatten jetzt per WhatsApp Kontakt“, so Grafe. Über den Messengerdienst habe er dann die Nachricht von dem potenziellen Käufer erhalten, dass die Überweisung nicht so leicht sei wie zunächst gedacht. „Er berichtete, dass Mali zur Betrugsbekämpfung sowie um Geldwäsche zu verhindern eine Sicherheitsleistung verlangt. Wir beide müssten 600 Euro entrichten“, erzählt Grafe.

Sein Geschäftspartner habe erklärt, dass er die 600 Euro gezahlt habe, die Überweisung von 15 000 Euro sei aber noch gesperrt. Grafe solle die weiteren 600 Euro transferieren und bekäme dann 15 600 Euro zurück.

Früh Verdacht geschöpft

„Das kam mir verdächtig vor“, so der Wildeshauser. „Ich wollte zunächst die genaue Anschrift von ihm für den Kaufvertrag haben.“ Daraufhin erhielt er nur die Frage, wozu das nötig sei. „Ich habe es ihm erklärt, erhielt aber nur noch Fragezeichen zurück“, erzählt Grafe. „Da wollte wohl jemand schnell 600 Euro verdienen und unerkannt bleiben.“ Für den Wildeshauser hat sich dieser Interessent erledigt. Die Anzeige liegt bei der Polizei. Bleibt für Grafe nur zu hoffen, dass sich ein seriöser Käufer meldet.

„Autoscout24“ kennt offenbar derartige Betrugsfälle. Auf der eigenen Seite heißt es als Warnung für die Inserenten: „Sie erhalten ein Kaufinteresse aus dem Ausland und der Kaufpreis wird bereits beim Erstgespräch akzeptiert? Wird Ihnen auch noch angeboten, die Abholung via Spedition oder Exportliste zu organisieren und den Verkauf über eine Vermarktungsfirma abzuwickeln? Dann gibt es nur einen Rat: Beenden Sie die Kommunikation sofort.“

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