Abstimmung über die Verwendung der 25000 Euro läuft/ Vorschläge in der Übersicht

Bürgerbudget macht Wünsche wahr

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Die Liste der Vorschläge ist lang und umfangreich: Ermäßigungen für den Eintritt in das Krandelbad stehen darauf.

Wildeshausen - Von Lars Kattner. Die Zeit der Vorschläge ist abgelaufen, die Zeit der Abstimmung läuft. Für welche Projekte soll das Wildeshauser Bürgerbudget in Höhe von 25000 Euro ausgegeben werden? Noch bis 11. Oktober kann jeder Wildeshauser, der das 16. Lebensjahr vollendet und seinen Hauptwohnsitz seit mindestens drei Monaten im Gebiet der Stadt hat, über die Verwendung abstimmen. Jeder Teilnehmer hat dabei fünf Stimmen, die im Internet auf die verschieden Vorschläge verteilt werden können. Pro Vorschlag kann maximal eine Stimme abgegeben werden. Im „Notfall“ kann auch in Papierform im Bürgerbüro abgestimmt werden.

Die Vielzahl der eingereichten Vorschläge zeigt deutlich, dass sich die Einwohner Wildeshausens viele Gedanken über die Zukunft ihrer Heimat machen. „Wir sind mit der Resonanz zufrieden“, resümierte auch Philipp Hogeback von der Stadt Wildeshausen. Nun komme es aber auch darauf an, dass sich möglichst viele Menschen an der Abstimmung beteiligen. Ob Freizeit, Verkehr, Stadtverschönerung oder Kinder – die Vorschläge beziehen sich auf viele Bereiche des täglichen Lebens, wie der Überblick zeigt. Einige der Vorschläge würden zwar den vorhandenen finanziellen Rahmen sprengen, aus Gründen der Transparenz stehen sie aber dennoch zur Auswahl. Nach Ablauf der Abstimmungsphase gehen dann alle Vorschläge in den Verwaltungsausschuss.

•„Schwimmbad mit Rabatt ohne Vorkasse“: Bedürftige sollten die Möglichkeit bekommen, mit einem speziellen Ausweis einen vergünstigten Eintritt in das Schwimmbad zu bekommen.

•„Schwimmbad-Ferienticket für Kinder und Schüler“: Es sollte ein Ferienticket für alle Kinder und Schüler aus Wildeshausen angeboten werden, das während der Schulferien an jedem Tag einen vergünstigten Eintrittspreis gewährt.

•„Krandelbad“: Einige Besucher würden den Bau einer größeren Rutsche für das Freibad befürworten, die auch für ältere Kinder geeignet und attraktiv ist.

•„Geocaching“: Im Stadtgebiet werden verschiedene „Caches“ hinterlegt und von der Stadt oder freiwilligen Paten gepflegt. Die für das Aufspüren notwendigen Geräte werden gegen einen Pfand zum Beispiel beim Verkehrsverein ausgeliehen.

•„Zwei Bänke für die Katenbäke“: Im Bereich des Weges „Auf der Katenbäke“ würden zwei Bänke eine Bereicherung für Wanderlustige darstellen, die dort die Sonne genießen könnten.

•„Ausarbeitung und Beschilderung von Lauf- und Walkingstrecken“: Die Ausarbeitung und Beschilderung solcher Strecken unter Einbeziehung der Hotelanlagen, Gut Altona, Wildeshauser Hof und Thurm-Meyer sowie dem Stadthaus und der Krandelanlage könnte eine Bereicherung für Gäste und Bürger sein. Die unterschiedlichen Streckenvorschläge sollten eine Länge zwischen zwei und 21 Kilometer haben.

•„Bewegungsparcours im Park“: Wünschenswert wäre eine generationsübergreifende Begegnungsmöglichkeit in Form eines Bewegungsparcours. Ein möglicher Standort könnte im Bereich des Wassertretbeckens im Park liegen.

•„Toiletten am Burgberg“: Im Burgberg-Park mangelt es an öffentlichen Toiletten. Wird die Anlage erweitert, könnten dort auch häufiger Veranstaltungen durchgeführt werden.

•„Grillplatz im Stadtpark“: Eine Hütte mit einem gepflasterter Platz, wo ein fest integrierter Grill steht, wäre eine schöne Möglichkeit für Familienfeste, Schulveranstaltungen oder Kindergeburtstage.

• „Terrassendach Düngstruper Dorphus“: Zwar ist die vorgeschlagene Terrassenbedachung auf dem Düngstruper Dorfplatz seit längerem geplant, aber bislang fehlte das Geld. Ein Zuschuss durch das Bürgerbudget könnte Abhilfe schaffen.

•„Parkpalette ansehnlicher gestalten“: Um die Parkpalette ansehnlicher zu gestalten, könnte ein Teil des Geldes zur Begrünung in Form von Efeu, Bäumen oder bepflanzten Kübeln genutzt werden.

•„Saubere Stadt“: Damit weniger Müll und Hundekot auf den Straßen liegt, sollten zusätzliche Mülleimer aufgestellt werden. Abfall auf dem Grünstreifen oder im Vorgarten könnte so reduziert werden.

•„Freischneider“: Damit der Schwimmverein auch weiterhin die Waldfläche und Wege rund um das Schwimmerheim am Krandel pflegen kann, wünscht sich der Verein einen benzinmotorbetriebenen Freischneider.

•„Farbenfrohe Bepflanzung der Verkehrsinseln“: Um die Stadt optisch zu verschönern, wäre es sinnvoll, die Kreisel mit saisonalen Blumen statt mit immergrünen Pflanzen zu bestücken. Bislang seien lediglich die Verkehrsinsel an der Wallschule mit Frauenmantel, Storchschnabel und Lavendel sowie die Narzissen in der Innenstadt im Frühling ein erster guter Ansatz.

•„Fahrbahntrenner am Westring“: Am Westring im Bereich der mittleren Einfahrt zum Famila-Verbrauchermarkt sollten zusätzlich Fahrbahntrenner installiert werden. So werden teilweise gefährliche Linksabbiegemanöver verhindert.

•„Sicherer Schulweg – Pestruper Straße“: Eine Fußgängerampel an der Pestruper Straße in Höhe Dulshorn würde den Schulweg sicherer machen und Autofahrer am Rasen hindern.

•„Parken auf dem Gildeplatz“: Die Parkplätze auf dem Gildeplatz sind zu eng. Breitere Boxen und mehr Familienparkplätze wären sinnvoll.

•„Neukonfiguration der Ampel Kaiserstraße/Pestruper Straße“: Die Ampel könnte mittels Kontaktschleife oder Bewegungsmelder so konfiguriert werden, dass sie Rotlicht auf allen Seiten zeigt und – sofern kein Querverkehr dies verhindert– sofort auf Grünlicht umspringt. Damit entfallen besonders nachts Wartezeiten vor einer leeren Kreuzung.

•„Schaffung von Parkmöglichkeiten beim Kindergarten Schatzinsel“: Die vor dem Haus befindlichen drei Stellplätze sind immer besetzt, weitere Stellflächen sind rar – für einen Integrationskindergarten ein unzumutbarer Zustand. Abhilfe könnten zusätzliche Parkplätze auf der Wiese nebenan oder Parkbuchten an der Heemstraße leisten.

•„Einbahnstraßen-Regelung in der Innenstadt“: Eine Einbahnstraßen-Regelung von Zwischenbrücken aus kommend durch die Innenstadt wäre ein guter Kompromiss: Der Einzelhandel muss keinen Kundenverlust fürchten, dennoch wird es für Fußgänger und Radfahrer sicherer. Blumenkübeln könnten die Stadt aufhübschen und den Verkehr verlangsamen.

•„Geschwindigkeit Innenstadt“: Die Anbringung von Bremsschwellen im Innenstadtbereich würde die Geschwindigkeit der Kraftfahrzeuge wirkungsvoll reduzieren.

•„Bushäuschen“: Ein Teil des Geldes sollte für ein Bushäuschen am Bargloyer Weg/Kapitän-Strasser-Straße verwendet werden.

•„Markierung der Fahrradspuren“: Seit Anfang des Jahres dürfen Radfahrer auch die Straßen benutzen. Leider gibt es bisher nur an der Ahlhorner Straße eine Markierung für Radfahrer, und diese ist gerade an kritischen Stellen unterbrochen. Hier besteht weiterer Bedarf.

•„Babyschaukelsitz Spielplatz Bleicherstraße“: Beim Spielplatz an der Bleicherstraße gibt es nur zwei normale Schaukelbretter. Hier wäre ein zusätzlicher Babyschaukelsitz wünschenswert.

•„Kinderspielplätze“: Die Spielplätze in der Stadt sollten weniger pflegeintensiv gestaltet werden, da sie schlicht zuwachsen. Rasenflächen statt Hecken und Bäumen – das erleichtert die Pflege und macht die Plätze durch bessere Einsichtmöglichkeiten sicherer.

•„Sonnensegel für den Spielplatz an der Bleicherstraße“: Hier gibt es eigentlich keinen Schatten. Ein fest installiertes Sonnensegel würde für Abhilfe sorgen.

•„Sandspielplatz/Matschspielplatz“: Bei solch einer Einrichtung könnten die Kinder durch Pumpen das Wasser nach oben befördern und entweder einen Stau bilden oder aber das Wasser nach unten laufen lassen.

•„Wickelmöglichkeit in der Innenstadt“: In der Innenstadt gibt es keine öffentliche Möglichkeit, um sein Kind zu wickeln; nicht einmal Kundentoiletten mit Wickelmöglichkeit. Hier sollte Abhilfe geschaffen werden.

•„Abenteuerspielplatz“: Das Bürgerbudget sollte für die Umsetzung eines Abenteuerspielplatzes eingesetzt werden. Damit werden auch ältere Kinder motiviert, ihre Freizeit draußen zu verbringen.

•„Ansiedeln von Weißstörchen durch Nisthilfen“: Wildeshausen sollte wieder als Storchenstadt bekannt werden. Helfen würde der Bau von Nisthilfen an verschiedenen Stellen in und um Wildeshausen.

Zwei der eingegangenen Vorschläge können übrigens aus unterschiedlichen Gründen nicht berücksichtigt werden. So zum Beispiel die Installation von Spiegeln am Fahrradweg am Bahndamm Richtung Altona oder Richtung Bahnhof im Bereich Landmaschinen Schröder zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Laut Mitteilung der Verwaltung würden straßenverkehrsrechtliche Vorgaben dieser Maßnahme entgegensprechen.

Auch das vorgeschlagene Geländer am Burgberg lasse sich nicht ohne weiters realisieren, da es sich um ein Denkmal handelt, für das der Landkreis Oldenburg eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung erteilen muss. Es hätten bereits Gespräche stattgefunden, aus denen hervorging, dass eine solche Genehmigung nicht erteilt wird.

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