Texte und Lieder am Silvesterabend

Familienband begleitet ins neue Jahr

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Wildeshausen – Von Holger Rinne. Unter dem Motto „Familienbande“ stand das letzte Konzert des Jahres 2018 in der Alexanderkirche.

„Nehmen Sie bei dem Wort „Familienbande“ mal das letzte „e“ weg. Was bekommen Sie dann?“, fragte der Kantor der Alexanderkirche Ralf Grössler das Publikum und gab nach kurzem Warten selber die Antwort: „Familienband“.

Der Einladung zum traditionellen Familienkonzert der Grössler-Band waren etwa 260 Gäste gefolgt, die einen kurzweiligen unterhaltsamen Abend erlebten.

Ralf Grössler begann das Konzert klassisch auf der Orgel mit „Präludium und Fuge in c-moll“ von Johann-Sebastian Bach. Doch gleich im Anschluss wurde es jazzig. „Variations in swing über ein bekanntes Thema von Mozart“ hieß der Titel, mit dem Ralf Grössler auf dem Piano und Dagmar Grössler Romann die Klaviersonate Nr. 11 in A-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart „verswingten“. Am Schlagzeug wurde das Ehepaar von Sohn Yngve begleitet.

Aus dem familiären Nähkästchen plauderte anschließend der Vater. „Ich habe im vergangenen Jahr gemerkt, dass meine Tochter einen großen Entwicklungssprung gemacht hat. Bei uns ist es üblich, dass für die Kinder zum Geburtstag für die Anzahl der Lebensjahre Geburtstagskerzen angezündet werden. Beim Auspusten der Kerzen hat sie doch tatsächlich den Rauchmelder ausgelöst.“

Am Montag bewies Ylva, dass sie im vergangenen Jahr auch musikalisch einen großen Schritt gemacht hat. Wirkte die zarte Musikerin an ihrer Harfe im Altarraum zunächst noch etwas verloren, verzauberte Ylva im nächsten Moment mit ihrer Musikalität das Publikum und erhielt für die Interpretation Meg Robinsons „Melancholy“ begeisterten Applaus.

Auch die diesjährige Weihnachtsgeschichte wirkte erwachsener. Während Ylva im vergangenen Jahr noch gemeinsam mit ihrem Vater ein Bildermärchen erzählte, regte sie das Publikum mit der Kurzbetrachtung des „Joshua Bell Experiment“ zum Denken an. Untermalt wurde der Vortrag von Dagmar und Ralf Grössler passenderweise mit Bachs „Jesu bleibet meine Freude“.

Für Erheiterung hingegen sorgten Gedichte von Heinz Erhardt, die Ralf Grössler gekonnt witzig rezitierte.

„Jedes Jahr wage ich mich an ein Instrument, das ich nicht so gut beherrsche“, verriet der Kantor und begab sich an das Xylorimba, eine Mischung aus Xylophon und Marimbaphon. Die Warnung an das Publikum stellte sich als unbegründet heraus. Die vier Grösslers spielten Peter Tschaikowskis „Altes französisches Lied“ am Vibraophon und am Xylorimba mit einer traumwandlerischen Sicherheit und Perfektion.

Zwei Dinge dürfen in dem Silvesterkonzert nicht fehlen. Zum einen ist es das gemeinsame Singen des Liedes „Sei behütet Tag und Nacht“ mit der Gemeinde und zum Abschluss die obligatorische Zugabe „Abendsegen“ aus der Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck.

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