Schulleiter bringen Sekretärin Dörthe Biedermann zur Realschule

Abschiedsfahrt mit dem Briten-Taxi

Dörthe Biedermann mit ihren Chefs: Rektor Jan Pössel (l.) und ehemaliger Schulleiter Steffen Akkermann.
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Dörthe Biedermann mit ihren Chefs: Rektor Jan Pössel (l.) und ehemaliger Schulleiter Steffen Akkermann.

Wildeshausen – Als es am Donnerstag um 7 Uhr - ihrem letzten Arbeitstag - bei Dörthe Biedermann an der Haustür klingelte, wunderte sie sich schon ein wenig. Groß war dann die Überraschung, dass bei der Sekretärin der Realschule Wildeshausen der ehemalige Leiter Steffen Akkermann und der aktuelle Rektor Jan Pössel vor der Tür standen.

Sie waren nicht alleine gekommen, denn Michael Haake hatte sein altes englisches Taxi vorgefahren, um die 62-Jährige zu ihrem letzten Arbeitstag zu bringen.

Biedermann war seit 23 Jahren die alleinige Sekretärin der Realschule. Sie hatte ursprünglich ihre Ausbildung als Verwaltungsangestellte bei der Stadt Wildeshausen absolviert, war dann neun Jahre in der Wirtschaft tätig gewesen und hatte sich schließlich auf die Stelle an der Schule beworben. Ihre beste Entscheidung, findet sie rückblickend. Denn mit Akkermann und Pössel habe sie tolle Chefs gehabt.

Als das Taxi vor der Realschule vorfuhr, wartete die nächste Überraschung auf Biedermann. Das Kollegium bildete mit Sonnenblumen in der Hand ein Spalier zum Eingang. Und wenig später zogen alle 800 Schüler getrennt nach Klassen unter ihrem Fenster vorbei und verabschiedeten sich.

Schulsekretärin Dörthe Biedermann wichtig für die Außenwahrnehmung der Einrichtung

Verabschiedung mit Sonnenblumen: Das Lehrerkollegium bildete zur Verabschiedung von Dörthe Biedermann ein Spalier.

Es flossen Tränen. Das gibt Biedermann unumwunden zu. Denn nach Angaben Pössels identifiziert sich die Sekretärin voll mit ihrer Tätigkeit. „Sie ist für die Eltern und Schüler die erste Stimme, die sie hören und das erste Gesicht, das sie sehen“, so der Schulleiter. Das sei wichtig für die Außenwahrnehmung der Schule. „Man kann sich voll auf sie verlassen. Sie ist absolut stressresistent“, lobt Pössel. „Außerdem weiß sie immer, was als Nächstes getan werden muss.“

Mit Kristina Schumann hat die Schule zwar schnell eine gute Nachfolgerin gefunden. Dennoch stellt Pössel fest: „Wir verlieren eine ganz große Kapazität.“

Biedermann tritt nach der offiziellen Verabschiedung heute im Stadthaus in die passive Phase des Vorruhestands ein. So richtig in Rente geht sie also erst in zwei Jahren. Doch sie hat einiges vor. Zusammen mit Ehemann Paul möchte sie sich noch viel intensiver um die vier Enkelkinder im Alter von zwei bis fünf Jahren kümmern. Und sie möchte reisen. Nächste Woche geht es an den Rhein, danach in die Toskana. Und schließlich möchte sie ganz viel von der weiten Welt sehen und die Rente genießen.

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