Zukunft als Freier Mitarbeiter

Redakteur Joachim Decker verabschiedet sich in den Unruhestand

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Geschäftsführer Frank Schmid, Chefredakteur Hans Willms und Redaktionsleiter Dierk Rohdenburg (v.l.) verabschiedeten Joachim Decker (mit Frau Ingrid) im Kreise seiner Kollegen.

Wildeshausen - Wer Joachim Decker nicht kennt, wohnt nicht in Wildeshausen. So ließe sich vielleicht die Bedeutung des 63-jährigen Tageszeitungsredakteurs der Wildeshauser Zeitung umreißen. Am Dienstag wurde Decker im Kreis der Kollegen von Frank Schmid, Geschäftsführer der Mediengruppe Kreiszeitung, sowie Chefredakteur Hans Willms in den Ruhestand verabschiedet.

„Joachim Decker ist der Redakteur mit dem kürzesten Volontariat bei der Kreiszeitung gewesen“, berichtete Willms nach einem Blick in die Personalakte. Der in Groß Ippener geborene Journalist kam nämlich erst 1991 als Redakteur zur Wildeshauser Zeitung, nachdem er zwei Jahre Verlagsangestellter bei der Kreiszeitung war. Innerhalb von drei Monaten lernte er zudem die Arbeit in der Nachrichtenredaktion kennen.

Der Weg zum Redakteur war bei Decker nicht gerade vorgezeichnet. Zunächst absolvierte er von 1970 bis 1973 eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker und war in Harpstedt als Geselle tätig. Vom 1. November 1974 bis zum 31. August 1989 arbeitete Decker als hauptberuflicher Feuerwehrmann bei VFW-Fokker, MBB und Erno in Bremen.

Nachdem er einige Jahre als freier Mitarbeiter für die Wildeshauser Zeitung tätig gewesen war, stand er 1991 vor der Wahl, ob er komplett umsatteln wollte. 

Decker machte das Hobby zum Beruf

Seinem damaligen Redakteurskollegen Theo Wilke schrieb er am 19. Juli 1989 aus Tirol: „Nun sind wir schon den vierten Tag hier und kommen einfach nicht zur Ruhe. Grund dafür ist, dass der Chefredakteur eine Entscheidung von mir aus dem Urlaub wollte. Nach langem Hin und Her habe ich mich für die Kreiszeitung entschieden und dies telefonisch mitgeteilt. Ich glaube, diese Entscheidung, bei der mir Ingrid wie immer sehr geholfen hat, war genau die Richtige. Damit geht der Wunsch, aus einem Hobby den Beruf zu machen, in Erfüllung.“

Ingrid, das ist seine Frau, die ihm immer den Rücken gestärkt hat. Das auch, als Decker Anfang 2018 gesundheitlich bedingt kürzertreten musste und nicht mehr in der Redaktion arbeiten konnte.

Vor allem das Gildefest machte viel Arbeit

Willms lobte im Rahmen der Verabschiedung das große Engagement des Redakteurs, der in allen Bereichen des Lokaljournalismus aktiv war und dabei durchaus auch eigene Stellung bezog. Besonders der Aufwand während vieler Gildefeste sei enorm gewesen und habe der Zeitung gut zu Gesicht gestanden. 

Seit Dienstag kann Decker ganz entspannt seinen Hobbys nachgehen. Dazu gehören die Proben und Auftritte mit der Band „The (G)Oldies“, die Gartenarbeit sowie Reisen in den Harz und an die Müritz. Den Lesern der Wildeshauser Zeitung wird er jedoch weiterhin journalistisch begegnen, denn seinem „Traumjob“ möchte er auch in Zukunft als freier Mitarbeiter weiter nachgehen und Termine besuchen. - dr

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