Investor plant an Westerstraße neues Geschäftshaus / Tiefgarage bald nutzbar?

Abriss und Neubau: OLB zieht an die Bahnhofstraße

Die Tiefgarage soll bald befahrbar sein. - Foto: Rohdenburg

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Westerstraße in Wildeshausen wird erneut ein anderes Gesicht bekommen. Nachdem dort in den vergangenen Jahren schon mehrere Häuser abgerissen und neu gebaut wurden, soll jetzt das Wohn- und Geschäftshaus Nummer 44 ersetzt werden. Das Erdgeschoss wird derzeit von der Oldenburgischen Landesbank genutzt und soll nach zwei Jahren Bauzeit auch wieder von dem Kreditinstitut bezogen werden. Ein Neubau hätte eine weitere Konsequenz: Die benachbarte Tiefgarage könnte endlich befahrbar werden.

Das Gebäude an der Westerstraße unterliegt keinem Denkmalschutz. Dennoch muss die Stadt einen Abbruch, Umbau oder Neubau genehmigen, weil die städtebauliche Eigenart des Gebietes erhalten bleiben soll. Deshalb wird sich der Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt am 7. Juni mit dem Neubauwunsch befassen. Da es sich jedoch nicht um ein das Stadtbild prägendes oder geschichtlich wertvolles Gebäude handelt, dürften Politik und Verwaltung dem Vorhaben zustimmen. Neben der neuen OLB im Erdgeschoss sollen bis zu elf Wohnungen in unterschiedlichen Größen entstehen.

Es gibt allerdings einen Haken: Eigentlich dürfen an der Westerstraße Gebäude maximal eine Fassadenbreite von 14 Metern haben. Das Haus ist aber jetzt schon 17 Meter breit. Das soll auch in Zukunft weiter gelten. Es ist somit eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes erforderlich.

Die Immobilie gehört bislang der OLB. Dem Vernehmen nach wird das neue Gebäude jedoch von Hermann Berding, Insolvenzverwalter in Cloppenburg, erstellt. Da trifft es sich gut, dass Beerding an der Bahnhofstraße das ehemalige Postgebäude komplett entkernt und umgebaut hat. Dort soll die OLB ab Anfang kommenden Jahres auf drei Etagen Räume beziehen. Der Raum für die Kunden ist barrierefrei im Erdgeschoss erreichbar und liegt neben einer Zahnarztpraxis. Eine offizielle Bestätigung war dafür am Dienstag nicht zu erhalten.

Interessant wird das Bauvorhaben auch dadurch, dass die bislang für Kraftfahrzeuge nicht nutzbare Tiefgarage unter dem Gebäude Westerstraße 42 durch eine neue Zufahrt von der Neuen Straße aus zugänglich gemacht werden soll. Die Einfahrt ist aktuell extrem steil und die Kurve so eng, dass sie für normale Fahrzeuge nicht befahrbar ist. Um die Tiefgarage nutzbar zu machen, muss die Strecke auf der die Verschwenkung und die Absenkung in das Tiefgeschoss erfolgt, verlängert werden. Dafür wird ein schmaler Streifen öffentliches Wegegrundstück benötigt. Zudem befindet sich in dem Bereich eine Ortsnetzstation der EWE, die zu versetzen wäre. Das wäre möglich, wenn dafür ein öffentlicher Parkplatz wegfallen würde. Auch dafür wäre ein Ratsbeschluss erforderlich.

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