Gymnasium verabschiedet 78 Schüler

Abiturienten greifen nach den Sternen

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Auf dem Schulhof stellten sich die Abiturienten zum Gruppenfoto auf. Dieses Jahr verlassen 78 junge Männer und Frauen das Gymnasium mit dem Abitur in der Tasche.

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Unter dem Motto „Abiversum – Wir greifen nach den Sternen!“ hat sich der diesjährige Abiturjahrgang am Freitag vom Gymnasium Wildeshausen verabschiedet. „Ein bisschen Wehmut ist bei Ihnen dabei“, richtete sich Rektor Ralf Schirakowski direkt an die 78 Schüler im Forum. „Das sehe ich Ihren Gesichtern an. Sie schauen etwas bange in die Zukunft.“ Das sei auch kein Wunder, schließlich fehle die verlässliche Leitplanke „Schule“, und die jungen Männer und Frauen müssten jetzt ihre eigenen Entscheidungen treffen.

Dass man damit goldrichtig liegen kann, bewiesen Leonie Moormann und Jan Erik Strupat, die die Schülerrede hielten und sich dabei immer wieder abwechselten. In einer guten Mischung aus Inside-Witzen, Zitaten von Barack Obama und Sokrates sowie eigenen Betrachtungen ließ die „Abiturienten-Doppelspitze“ Eltern, Geschwister, Großeltern und Freunde an den Gedanken der Abiturienten teilhaben.

Nach einem achtjährigen Astronautentraining inklusive der Erkenntnis „Physik ist wie Mathe, nur schwerer“ seien sie so weit, nach den Sternen zu greifen, sagten Moormann und Strupat über sich und ihre Mitschüler. Allerdings sei der Start immer einer der unsichersten Momente für Astronauten. Zudem bestehe die Gefahr, das Ziel zu verfehlen. „Steuern wir in Richtung Freiwilliges Soziales Jahr? Fliegen wir in Richtung Studium oder Ausbildung? Oder verweilen wir vorerst auf dem Raketenstützpunkt?“, fasste das harmonische Duo ein paar sinnbildliche Fragen zusammen.

Der „PopChor“ unterhielt das Publikum im Forum glänzend.

Prägendes Element der Rede war auch der Klimawandel, den man nicht mehr leugnen könne. „Es wird Zeit, seine Stimme zu nutzen, richtungsweisend zu reagieren und selber über die eigene Zukunft und auch die Zukunft der folgenden Generationen zu entscheiden, damit auch diese unseren schönen Planeten kennen lernen dürfen“, kündigte das Duo eine politische Generation an, die sich einmischen und etwas ändern will.

„Sie schaffen das“, wünschte Schirakowski den Schülern viel Erfolg bei all ihren Plänen. „Ihnen ist jetzt hochamtlich zertifiziert, dass Sie reif sind“, sorgte der Schulleiter für einige Lacher im Publikum, in dem auch Landrat Carsten Harings saß. Genau wie Schirakowski, Moormann und Strupat hob er die Leistungen der Eltern hervor, die genau wie die der Abiturienten „Standing Ovations“ verdient hätten. Die bekamen dann auch beide Seiten zu Genüge.

Klara Wittwer beste Abiturientin

Einige Schüler wurden noch besonders ausgezeichnet: Christopher Hoyer für sein Engagement als Schülersprecher, Julia Niehaus, Jan Lukas Heise und Luca Ziemann für hervorragende Leistungen in Chemie, Elmira Heidenreich und Michel Seyfahrt für ebensolche Erfolge in Mathe sowie Thuy-My Mai, Tobias Löwe, Marvin Axel Meyer und wiederum Michel Seyfahrt für ihre Leistungen in Physik. Bleiben noch die Jahrgangsbesten: Es sind Klara Wittwer (Note 1,1), Elmira Heidenreich und Luca Ziemann (beide 1,3).

Zwischen den Redebeiträgen unterhielten der „PopChor“, Klavierspieler Ramin Shahidi und die Abiband das Publikum. Und am Abend wurde beim Abiturientenball im Hotel „Gut Altona“ weiter gefeiert.

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