Kinder der musikalischen Früherziehung bringen Geschichte auf die Bühne

Das Abenteuer der Wald-Musikanten

Die kleinen „Teichhopser“ versuchten mit Gitarrenbegleitung von Dozentin Ute Klitte, die Räuber mit ihrem Wetterfrosch-Konzert in die Flucht zu schlagen. - Foto: Nosthoff

Wildeshausen - Musik ist ein großes Abenteuer. Jedenfalls für „Zymbelchen“ und „Klimpelchen“. Die Geschichte dieser beiden kleinen Wald-Musikanten brachten die Früherziehungskinder der Musikschule des Landkreises Oldenburg am Sonnabendnachmittag dem Publikum im Wildeshauser Musikschulsaal näher. Die einstündige Darbietung inklusive Blumentanz, Froschkonzert und Piratengesang begeisterte große und kleine Zuschauer. Nach den Sommerferien beginnen überall im Landkreis wieder die zweijährigen Früherziehungskurse für Vorschulkinder.

An dem Info-Konzert, das vor allem bei den Verwandten und Freunden der aktuellen Früherziehungskinder, aber auch bei „neuen“ Eltern und dem Früherziehungs-Nachwuchs auf großes Interesse stieß, beteiligten sich insgesamt drei Kinder-Gruppen. Die Frösche quakten nach dem Kommando von Ute Klitte, die Musikschul-Dozentin für Wildeshausen, Harpstedt, Groß Ippener und Ganderkesee ist. Die Schüler von Monika Rauer, Dozentin in Hude und Wardenburg, verzauberten mit Waldmusik und Blumentanz. Petra Hollstein, die in Sandkrug und Großenkneten unterrichtet, hatte ihre „wilden Piraten“ im Griff.

Alle kamen sie der Reihe nach den armen Wald-Musikanten „Zymbelchen“ und „Klimpelchen“ zur Hilfe. Die nämlich fühlten sich plötzlich in ihrem friedlichen Wald-Zuhause mit Froschteich und „gurgelndem Bächlein“ bedroht: Räuber hatten ihr Lager am Waldrand aufgeschlagen! Um den kleinen Musikanten zu helfen, warfen die Bäume klingende Hölzchen herab, mit denen die Räuber in die Flucht geschlagen werden sollten.

Die Zuschauer aber wurden Zeuge, dass das Klangholzwaldkonzert viel zu schön klang, um sich davor zu fürchten. Es klang so schön, dass schließlich sogar die Blumen zu tanzen begannen. Doch damit war nun den kleinen Musikanten am Ende nicht geholfen. Auch das Wetterfrosch-Konzert der hilfsbereiten „Teichhopser“ störte die Räuber nicht allzu sehr: Sie kamen immer näher. Über das gurgelnde Bächlein, über die Hunte und die Weser gelangte der Hilferuf jedoch schließlich bis zu den Piraten des Bremer Pfannkuchenschiffs „Admiral Nelson“. Als die dann mit wilden Piratengesängen und –tänzen durch den Wald zogen, nahmen die Räuber endlich doch noch Reißaus.

So verbanden sich die einzelnen Darbietungen der verschiedenen Früherziehungsgruppen zu einer unterhaltsamen Geschichte. Das gemeinsame Finale, bei dem die Kinder den Sieg gegen die Räuber mit einem großen Waldkonzert feierten, durfte natürlich nicht fehlen. Anschließend konnten die Besucher noch Kaffee und Kuchen genießen – und sich bei Interesse auch gleich informieren und zu einem Schnupperkurs in der Musikschule anmelden.

Die Früherziehungskurse beginnen nach den Sommerferien mit einer vierwöchigen Probezeit. Zehn bis 14 Kinder beschäftigen sich wöchentlich 60 Minuten gemeinsam mit der Musik, singen, tanzen, gestalten Klanggeschichten und lernen viele Instrumente kennen.

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