Arbeiten für neues Baugebiet beginnen

Bis Ende April erinnert nichts mehr an altes Sägewerk

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Die große Halle in unmittelbarer Nähe des Kindergartens soll in drei Wochen demontiert werden.

Wildeshausen - „In drei Monaten ist hier alles picobello“, sagt Karsten Scheele, Chef des Wildeshauser Abbruchunternehmens. Bis Ende April will er das Gelände der ehemaligen Sägerei „Sänger und Massierer“ an der Harpstedter Straße und am Twistringer Weg so vorbereitet haben, dass dort elf Baugrundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie vier Areale für Mehrfamilienhäuser abgesteckt werden können.

Derzeit arbeiten Scheeles Angestellten vorbereitend an zwei Seiten. An der Harpstedter Straße werden zunächst die Bürogebäude und die Materialhalle entfernt. Der Bereich am Twistringer Weg, wo die große Sägehalle steht, ist schon aufgeräumt; dort geht es aber etwas später richtig los. „Kein Problem“, sagt Scheele angesichts des großen Gebäudes mit Metallstreben in Nähe des Kindergartens, das Stück für Stück demontiert werden muss. „Da haben wir schon deutlich größere Projekte erledigt.“

In zwei bis drei Wochen rücken dort die Bagger an, um nicht nur das Gebäude, sondern auch die Fundamente abzutragen und zu entsorgen.

Unterdessen hat Michael Müller von der Müller GmbH in Wildeshausen von den elf Baugrundstücken für Ein- und Zweifamilienhäuser nur noch zwei im Angebot. Der Andrang ist groß, denn viele Bauinteressierte suchen schon seit einigen Jahren nach einem geeigneten Areal außerhalb der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme und freuen sich über die Alternativen in einem geschlossenen Wohngebiet.

An der Harpstedter Straße wird der Abbruch einer Lagerhalle sowie des Bürogebäudes vorbereitet.

Die Quadratmeterpreise liegen allerdings mit rund 180 Euro deutlich über den Grundstücken auf dem städtischen Areal. Dafür sind die Flächen zum Teil noch mit altem Baumbestand versehen, und es ist dort eine zweigeschossige Bauweise erlaubt. Der Kindergarten ist gleich nebenan, und auch Einkaufsmöglichkeiten liegen nicht weit entfernt.

Im Herbst sollen die Käufer die erschlossenen Grundstücke übernehmen können. Dann beginnen dort die Bautätigkeiten, und die Industriebrache ist Geschichte, nachdem sie annähernd zehn Jahre unberührt gewesen war. Manfred Landwehr aus Vechta hatte die Gewerbefläche schon vor Jahren ersteigert. Eine ganze Weile gab es vonseiten der Kommunalpolitik aber wenig Interesse, am Twistringer Weg ein Konkurrenzgebiet zu den städtischen Grundstücken zuzulassen. Angesichts von Prognosen, dass Wildeshausen weiter wachsen wird, wechselte aber die Stimmung. Es werden mittlerweile überall Baugrundstücke benötigt. Das gilt auch für den staatlich geförderten Wohnraum. Eins der geplanten Mehrfamilienhäuser am Twistringer Weg soll deshalb auch Geringverdienern die Möglichkeit bieten, eine Wohnung zu bekommen. 

dr

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