Geringer Verkehr ein Vorteil für Baustellenmanagement / Start Ende März

A 1-Sanierung trotz Coronakrise

Die A 1 zwischen Wildeshausen-Nord und Groß-Ippener wird in Teilstücken saniert. Derzeit gibt es nur punktuell Einschränkungen – wie in der vergangenen Woche. Foto: dr

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Corona-Pandemie sorgt dafür, dass auf den Straßen deutlich weniger Verkehr herrscht. Für die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Oldenburg ist das ein Vorteil in ansonsten schwierigen Zeiten. Denn ganz wie geplant soll am Montag, 30. März, die nächste Baustelle auf der A 1 zwischen den Anschlussstellen Wildeshausen-Nord und Groß Ippener auf der Richtungsfahrbahn nach Bremen eingerichtet werden. Dann wird die Autobahn an einem der darauffolgenden Sonntage komplett gesperrt, um den gesamten Verkehr auf die Fahrbahn in Richtung Osnabrück zu legen, die bis vergangenen Dezember auf einer Strecke von 3,5 Kilometern saniert worden war.

Die eigentlichen Bauarbeiten beginnen nach Auskunft von Sebastian Mannl, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Oldenburg, ab dem 20. April. Geplant ist, die Maßnahme bis Anfang Oktober abzuschließen – um kurz darauf allerdings die nächste Sanierung auf dem Streckenabschnitt in Richtung Wildeshausen zu beginnen. Die Einschränkungen durch das Coronavirus wirken sich auf die geplanten Projekte eher positiv aus, weil weniger Verkehr auf der sonst viel befahrenen Autobahn herrscht.

„Wir betreuen alle Maßnahmen kontinuierlich weiter, um das Baugeschäft am Laufen zu halten“, so Mannl. Dazu sei immer nur ein Teil der Behörde vor Ort, während der andere Teil von daheim arbeite. Bislang sei auch von den Baufirmen noch bei keinem Projekt signalisiert worden, dass man es wegen der Viruserkrankung nicht durchziehen könne.

Unter dem Strich empfindet es Mannl als angenehm, dass derzeit nicht so viele Autofahrer auf der A 1 unterwegs sind. So sei die Gefahr von Staus vor der Baustelle deutlich geringer – und damit auch das Unfallrisiko. Wie bei den vergangenen Maßnahmen wird der Baustellenverkehr im „4+0-Verfahren“ auf der bereits sanierten Fahrbahn geführt. Es sind also in jede Richtung weiterhin zwei Fahrstreifen vorhanden. Diese sind allerdings deutlich enger, weshalb dort auch nur Tempo 80 gefahren werden darf. Einige Autofahrer hatten kritisiert, dass seit dem Abschluss der Bauarbeiten in Richtung Wildeshausen kurz vor Weihnachten weiterhin eine Geschwindigkeitsbegrenzung ausgeschildert war. Nach Auskunft von Mannl lag das daran, dass die Schutzsysteme am Mittelstreifen an einigen Stellen offen sind. Diese würden bei Unfällen mit Geschwindigkeiten über Tempo 80 nicht mehr halten.

Mittelfristig ist geplant, die Autobahn zwischen dem Ahlhorner Dreieck und dem Dreieck Stuhr sechsspurig auszubauen. Dafür hat vergangenes Jahr die Vermessung begonnen. Die neu gebauten Parkplätze an der A 1 wurden laut Mannl bereits mit dem passenden Abstand zur Fahrbahn errichtet. Das Genehmigungsverfahren für den Ausbau könnte 2024 starten. Die Maßnahme beginnt jedoch frühestens im Jahr 2026.

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