1628 Kilometer Stockungen in 2019

586 Stunden im Stau - zwischen Wildeshausen und Groß Ippener

Die Bauarbeiten zwischen Groß Ippener und Wildeshausen-Nord sorgten öfters für stockenden Verkehr. Foto: dr
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Die Bauarbeiten zwischen Groß Ippener und Wildeshausen-Nord sorgten öfters für stockenden Verkehr.

Wildeshausen – Wer auf der Autobahn 1 unterwegs ist, muss mit Staus rechnen – insbesondere dann, wenn der Fahrfluss durch Baustellen unterbrochen wird. Das gilt auch für die Strecke von Wildeshausen nach Bremen und in die andere Richtung. Hier werden immer wieder marode Betondeckenfelder erneuert. Seit dem vergangenen Sommer muss zudem ein Teilstück zwischen den Anschlussstellen Wildeshausen-Nord und Groß Ippener komplett saniert werden.

Zwar sind die Arbeiten in Fahrtrichtung Wildeshausen seit Weihnachten abgeschlossen, doch schon in den kommenden Monaten geht es auf der anderen Seite weiter. Das bleibt nicht ohne Konsequenzen: So bildeten sich 2019 im Bereich zwischen den Anschlussstellen Wildeshausen-West und Groß Ippener laut der Staubilanz des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC) Staus und Stockungen mit einer Gesamtlänge von 1628 Kilometern und einer Dauer von 586 Stunden. 674 Mal ging es über das Jahr gerechnet nicht so recht voran, bilanziert der ADAC.

Das klingt viel, ist aber im Vergleich zu anderen Teilstücken der A 1 noch moderat. Denn Spitzenreiter in Niedersachsen war 2019 der Abschnitt zwischen dem Dreieck Stuhr und Bremen-Brinkum. Dort gab es eine Gesamtstaulänge allein in Richtung Bremen von 4 988 Kilometern mit einer Dauer von 1 910 Stunden. Die Zahl der Staus oder Stockungen lag hier bei 1 493.

A1-Staubelastung ging in Bremen und Niedersachsen 2019 zurück

Ein schwacher Trost für manch einen Autofahrer: Auf der A1 im gesamten Bereich Niedersachsen/Bremen sind nach Angaben der Sprecherin des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt, Alexandra Kruse, sowohl Staulänge, als auch Dauer und Anzahl im Vorjahresvergleich – und im Gegensatz zur ebenfalls stauträchtigen A7 – deutlich zurückgegangen. Beispiel: Die Gesamtlänge reduzierte sich in diesen beiden Bundesländern von fast 45.000 auf lediglich noch etwa 35.000 Kilometer.

Die Quellen der ADAC-Staubilanz sind die Landesmeldestellen der Polizei sowie Livedaten von Navigationsgeräten und Smartphone-Apps. Hier wurden Geschwindigkeitsinformationen und Positionsdaten von rund 300.000 Fahrzeugen ausgewertet. Weitere Daten senden 4,5 Millionen Nutzer über Online-Navigationsgeräte und Smartphone-Apps. Gezählt wurde jede Verkehrsmeldung, die „Stau“ (Durchschnittsgeschwindigkeit kleiner als 20 Stundenkilometer) oder „stockenden Verkehr“ (Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen 20 und 40 Stundenkilometer) beinhaltete. Dabei wurde jeder Stau nur einmal gezählt, auch wenn gegebenenfalls eine Stunde später für den gleichen Streckenabschnitt eine Meldung mit veränderter Länge im System erschien.

ADAC führt Staubelastung als Messmethode ein

Um die Auswirkung all dieser Staus auf den Verkehr besser zu beschreiben, führte der ADAC in diesem Jahr eine neue Kennzahl ein: die Staubelastung. Sie ist bundesweit zehn Prozent höher als im Vorjahr. Ihr Wert ergibt sich aus dem Produkt von Staulänge und Staudauer. Durch die Kombination dieser beiden Werte wird die Intensität eines Staus besser erfasst als durch die Angabe der Einzelwerte „Länge“ oder „Dauer“.

„Schließlich macht es für Autofahrer einen Unterschied, ob ein zwei Kilometer langer Stau 20 Minuten oder zwei Stunden dauert oder ob ein fünf Kilometer langer Stau nur von kurzer Dauer ist oder wegen einer Vollsperrung vier Stunden besteht“, so der ADAC. 

dr/nb

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