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820 .000 Euro in die Digitalisierung der Wildeshauser Schulen gesteckt

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Im Einsatz für die Digitalisierung der Wildeshauser Schulen: Fachbereichsleiter Matthias Ruhle (v. l.), IT-Teamleiter Jochen Brandt, „EDV“-Hausmeister Sascha Grotelüschen und Sachbearbeiter Holger Decke.
Im Einsatz für die Digitalisierung der Wildeshauser Schulen: Fachbereichsleiter Matthias Ruhle (v. l.), IT-Teamleiter Jochen Brandt, „EDV-Hausmeister“ Sascha Grotelüschen und Sachbearbeiter Holger Decke. © Stadt

Die Stadt Wildeshausen hat die Schulen inzwischen mit rund 1 000 Tablets, Touchboards und Co. ausgestattet. Auch ein „EDV-Hausmeister“ ist eingestellt.

Wildeshausen – Von Leih-Tablets für Schüler über Touchboards für den Unterricht bis hin zu Endgeräten für Lehrer: Rund 1 000 Notebooks, Tablets und Co. hat die Stadt Wildeshausen mittlerweile an den Schulen in ihrer Trägerschaft installiert – das sind neben der Realschule und der Hauptschule die drei Grundschulen. Dementsprechend vermeldet die Stadtverwaltung nun in einer Pressemitteilung „große Fortschritte bei Digitalisierung“.

Rund 820.000 Euro Fördermittel seien investiert worden. Mit dem Geld wurde nicht nur die technische Ausstattung modernisiert, sondern auch ein Problem gelöst, über das Lehrer häufiger geklagt hatten: die Verwaltung der vielen Geräte. In der Vergangenheit war diese Aufgabe nicht selten an den Lehrkräften selbst hängen geblieben. Inzwischen kümmert sich ein „EDV-Hausmeister“ darum.

Diese Aufgabe hat seit Anfang 2022 Sascha Grotelüschen inne. Der 45-Jährige aus Sage arbeitet täglich abwechselnd an den städtischen Schulen. Der „digitale Hausmeister“ ist unter anderem für die Administration der Tablets, die Benutzerkontenpflege und die Einrichtung neuer Geräte zuständig. „Die Arbeit ist im Gegensatz zu meinem früheren Job sehr vielfältig“, freut sich Grotelüschen, der vor seiner Umschulung zum „Fachinformatiker Systemintegration“ 20 Jahre lang als Zugbegleiter gearbeitet hat.

Fördermittel aus dem Digitalpakt Schule

Seine Stelle wird noch bis Ende 2023 aus Fördermitteln finanziert. „Wir hoffen aber, dass wir ihn langfristig in dieser Funktion weiter beschäftigen können“, so Fachbereichsleiter Matthias Ruhle aus dem Stadthaus.

Finanziert wurde das Ganze aus Mitteln des Digitalpakts Schule, mit dem Bund und Länder gemeinsam die digitalen Infrastrukturen an den Schulen stärken wollen. Als Folge der pandemiebedingten Schulschließungen wurde im Jahr 2020 beschlossen, den ursprünglichen Digitalpakt von fünf Milliarden Euro um weitere 1,5 Milliarden zu ergänzen. „Bei uns wurden die Gelder je nach vorhandener Grundausstattung sowie Zahl der Bildungs- und Teilhabekinder auf die drei Grundschulen, die Hauptschule sowie die Realschule aufgeteilt“, erläutert Schulsachbearbeiter Holger Decke. Nach und nach habe man in den vergangenen Jahren die Ziele „strukturierte Verkabelung“, „WLAN“ sowie „interaktive Tafeln“ abgearbeitet. Rund 1000 Geräte seien in den Schulen installiert worden.

„Diesen guten Standard wollen wir jetzt erst einmal halten“, ergänzt Ruhle, der seit November 2021 den Fachbereich „Zentrale Dienste, Bildung und Sport“ leitet. Und dieser Standard könne sich sehen lassen, so die Stadt, denn derzeit habe laut Rückmeldung des Fördergebers nur rund ein Drittel aller Schulen in Niedersachsen flächendeckendes WLAN.

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