Seit fünf Jahren gibt es „Bee local“-Gutscheine, von denen 5 000 Stück ausgestellt wurden

70 000 Euro Umsatz für die Stadt gesichert

Buchhändler Peter Gebhardt spricht von einer Erfolgsgeschichte, wenn er nach „Bee local“ gefragt wird.
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Buchhändler Peter Gebhardt spricht von einer Erfolgsgeschichte, wenn er nach „Bee local“ gefragt wird.

Wildeshausen – Genau 1 000 „Bee local“-Gutscheine hatte der Handels- und Gewerbeverein (HGV) Wildeshausen vor rund fünf Jahren gedruckt. Inzwischen sind 5 000 Coupons ausgestellt, die einen Wert von 60 000 bis 70 000 Euro repräsentieren. „Davon wäre sicherlich einiger Umsatz auswärts gelandet“, sagt Peter Gebhardt. Der Buchhändler ist Vorstandsmitglied beim HGV und hat das damals von seinem Kollegen Jens Fröhlke und Daniela Baron vom Stadtmarketing auf den Weg gebrachte Projekt maßgeblich mitgestaltet.

Nach einem rumpeligen Start sei daraus eine Erfolgsgeschichte geworden, befindet Gebhardt im Rückblick. Und auch in Corona-Zeiten böten die Gutscheine der lokalen Wirtschaft Vorteile.

So seien zur Weihnachtszeit besonders viele Gutschriften ausgegeben worden, als der stationäre Handel zwei Wochen vorm Fest wegen der Pandemie zu großen Teilen schließen musste. Und auch jetzt noch können Coupons im Wert von zehn, 20 oder 50 Euro bei der Sparkasse und der Volksbank in Wildeshausen erworben werden. Dritte Verkaufsstelle ist der Verkehrsverein. Eine Konstruktion, die der HGV bewusst so gewählt hat, denn auch die Geschäfte selbst geben weiter Gutscheine aus. Und da würde so mancher Kaufmann in Gewissensnöte kommen, denn die „Bee local“-Gutschriften sind in allen teilnehmenden Betrieben einlösbar.

Deren Zahl ist im Laufe der Jahre gewachsen. Von 16 Firmen vor fünf Jahren auf inzwischen 27 Unternehmen – und zwar ganz unterschiedliche. Da ist der kleine Buchladen genauso dabei wie Apotheken und Optiker, aber auch Gastronomen, Handwerker und sogar größere Einzelhändler vom Westring. Deren Einbindung war übrigens etwas umstritten, „aber im Interesse des Gutscheins, war es richtig“, sagt Gebhardt. Er verweist auf die enorme Sortimenterweiterung, die sich dadurch ergeben habe.

Auch jetzt noch können neue Betriebe mitmachen. Voraussetzung ist unter anderem, dass sie inhabergeführt sind. Außerdem werden Ausbildungs- und Arbeitsplätze geschaffen – beziehungsweise gesichert. „Wir vergeben zudem Aufträge im Ort“, betont Gebhardt das Engagement der Beteiligten für Wildeshausen. Und das soll weitergehen, auch wenn die Pandemie-Einschränkungen den Geschäftsleuten gerade das Leben schwer machen.

Weitere Infos

Eine Liste aller Partner ist im Internet unter www.beelocal-wildeshausen.de einsehbar. Dort können auch Gutscheine bestellt werden.

Von Ove Bornholt

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