Landesforsten verarbeiten gefällte oder beschädigte Bäume

7 000 Kubikmeter Holz auf dem Markt

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Viele Bäume, die nicht umgestürzt sind, wurden schwer beschädigt. Das Bild zeigt eine Kastanie im Hasbruch.

Oldenburg - Nach den kräftigen Oktober-Stürmen „Xavier“ und „Herwart“ ziehen die Forstämter in der Region Bilanz: In den Wäldern rund um Ahlhorn zwischen Syke und Cloppenburg haben die Unwetter neben Schadensschwerpunkten im Raum Harpstedt/Bassum und Emstek überall in den Wäldern einzelne Bäume umgeworfen.

Nach der Räumung der Wege soll das Sturmholz jetzt über den Winter im Rahmen des regulären Einschlags mit aufgearbeitet und vermarktet werden, heißt es in einer Pressemitteilung. „Die ungewohnte Sturmrichtung aus Norden und die Segelwirkung der noch belaubten Kronen hat ungewöhnlich viele starke Eichen und Buchen geworfen“, so Stefan Grußdorf, stellvertretender Forstamtsleiter in Ahlhorn, der die Aufarbeitung der geschätzt 7 000 Kubikmeter Schadholz koordiniert.

Die Förster der einzelnen Waldreviere beklagen, dass viele Eichen und Buchen am Boden liegen, die als sehr landschaftsprägende oder als ökologisch besonders wertvolle Habitatbäume eigens dafür ausgewählt waren, noch lange für ein abwechslungsreiches Waldbild zu sorgen.

Viele Kronen von gesunden Eichen abgebrochen

In der Revierförsterei Hasbruch sind die Schäden durch die beiden Oktoberstürme von der Holzmenge her überschaubar. „Wir rechnen mit vielleicht 150 Kubikmetern“, schildert Revierförster Jens Meier die Situation. „Besonders betroffen ist das Stenumer Holz.“ Sehr bedauerlich sei aber, dass die Kronen aus vielen gut gewachsenen Eichen – den sogenannten Zukunfts- und den ökologisch besonders wertvollen Habitatbäumen – durch den Sturm ausgebrochen sind.

So waren im Stenumer Holz die landschaftsbestimmenden alten Eichen am Dorfring so geschädigt, dass sie zur Sicherheit der angrenzenden Häuser gefällt werden mussten. Auch die Allee am Fischerweg im Hasbruch wurde beeinträchtigt. Im Delmenhorster Tiergarten wurden zwei besonders imposante Buchen in der Nähe des Denkmals und am Weg parallel zur Bahn geworfen.

Betreten der Wege und der Wälder weiterhin auf eigene Gefahr

Nachdem die wichtigsten Wege frei geräumt sind, werden die anderen Bäume im Zuge der jetzt beginnenden winterlichen Holzernte nach und nach mit verwertet. „Einen Teil der Bäume oder Kronen nutzen wir allerdings zur Anreicherung der Wälder mit liegendem Totholz für die vielfältigen Zersetzer-Lebensgemeinschaften“, erläutert Meier, warum die Wälder nicht gänzlich aufgeräumt werden.

Auch im Reiherholz (Gemeinde Hude) sind die Sturmschäden an den Wegen behoben, wie Stephan Nienaber von der Revierförsterei Oldenburg mitteilt. „Das Betreten der Wege und der Wälder geschieht weiterhin auf eigene Gefahr“, sagt er.

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