Kosten steigen

Teurer Brandschutz: 600.000 Euro mehr für Umzug der Polizei

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Das Gebäude an der Daimlerstraße muss umgebaut werden, damit die Polizei dort einziehen kann. Das wird teuer. 

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Der Umbau eines ehemaligen Gewerbegebäudes an der Daimlerstraße in Wildeshausen zum Polizeirevier kostet mehr, als ursprünglich gedacht. Aktuell geht die Polizeidirektion Oldenburg von Ausgaben in Höhe von 2,4 Millionen Euro aus, um die Dienststelle im Sinne der Beamten herzurichten.

„Es entstehen Mehrkosten, unter anderem für den Brandschutz und für die Erneuerung der Technik, die auf rund 600.000 Euro beziffert werden konnten“, sagte Polizeisprecherin Melissa Oltmanns auf Nachfrage. Bisher standen Ausgaben in Höhe von 1,847 Millionen Euro für die Ausstattung und den Umbau im Raum. Hinzu kommt der Kaufpreis, der sich auf rund 1,3 Millionen Euro beläuft. Der Kaufvertrag war im Sommer vorigen Jahres unterzeichnet worden. Damals hieß es noch, die Beamten würden Anfang kommenden Jahres umziehen. Das wird nun aber frühestens im vierten Quartal 2019 passieren.

Die Frage, ob die zusätzlichen Aufwendungen übernommen werden, ist noch ungeklärt. „Inwiefern die Mehrkosten bereitgestellt werden können, soll im Oktober Inhalt eines Gespräches zwischen der Polizeidirektion Oldenburg und dem Landesamt für Bau und Liegenschaften sein“, so Oltmanns.

Unklar, ob das Land das Geld bereitstellt

Vom Staatlichen Baumanagement Weser-Ems, das die Planung für das Landesamt übernimmt, wird das für Oktober vorgesehene Gespräch bestätigt. „Genaue Termine zum weiteren Ablauf können erst danach genannt werden. Die Umsetzung der Baumaßnahme wird sich voraussichtlich um einige Monate verzögern“, sagte Leiter Klaus Wieting. Je nach Ergebnis des Gespräches werde feststehen, welcher Verfahrensweg einzuschlagen ist und ob eine Vorlage der Maßnahme im Haushaltsausschuss des Landtages erforderlich werde. Das könnte für eine weitere Verzögerung sorgen.

Mit dieser Entwicklung setzt sich eine vermeintlich unendliche Geschichte fort, die eigentlich ihr Ende gefunden zu haben schien. Schon seit rund 30 Jahren sucht die Polizei nach einem anderen Standort, weil das Revier an der Herrlichkeit aus einsatztaktischer Sicht eingeschränkt ist. So wäre es zum Beispiel möglich, die Zufahrtsstraße zu blockieren. Und auch wenn bei Großveranstaltungen wie dem Schnäppchenmarkt Hunderte Leute auf der Wester- sowie Huntestraße schlendern, ist die Einsatzfähigkeit eingeschränkt.

Was die Nachnutzung des Gebäudekomplexes an der Herrlichkeit angeht, gibt es Bestrebungen seitens der Stadt, in das Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ aufgenommen zu werden. Dann würde es Zuschüsse von Land und Bund in Millionenhöhe geben, um das Areal aufzuwerten und touristisch zu nutzen. Eine Entscheidung darüber, fällt jedoch erst im kommenden Jahr.

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