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562 Neuinfektionen mit Corona im Landkreis Oldenburg: Nachfrage nach Impfungen erlahmt

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Von: Dierk Rohdenburg

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Die Zahl der Corona-Infektionen sinkt, derzeit sind aber noch knapp 1.000 Menschen im Landkreis Oldenburg infiziert.
Die Zahl der Corona-Infektionen ist im Landkreis Oldenburg weiter hoch. © dpa

Landkreis – 562 Corona-Neuinfektionen sind von Dienstag auf Mittwoch im Landkreis Oldenburg registriert worden. Somit gibt es aktuell 2.917 Erkrankte. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist von 1.817,9 auf 1.960,9 gestiegen. Schwerpunkt der Neuansteckungen ist Wildeshausen (127). Dötlingen (51) und Harpstedt (47) verzeichnen allerdings auch viele Fälle.

Rund 3.000 Impfungen gegen Corona haben die mobilen Impfteams im März im Landkreis verabreicht. „Es könnte besser sein“, so Ralph Meyer von den Maltesern. Denn allgemein sei die Beteiligung an den ambulanten Angeboten nicht mehr gut. Anfang März habe es noch einmal rund 300 Erstimmunisierungen wegen der Impfpflicht im medizinischen Bereich gegegeben. Nachdenklich stimme aber, dass bislang nur zehn Prozent der Menschen über 70 Jahre eine Auffrischungsimpfung wahrgenommen hätten.

Meyer geht davon aus, dass es bald noch einmal einen leichten Aufschwung gibt, weil die Sechs-Monats-Frist für die zweite Auffrischungsimpfung in medizinischen oder pflegerischen Berufen abläuft, nach der man sich erneut melden kann. Die Malteser halten weiterhin an den Impfambulanzen in den Gemeinden fest. Diese werden aber auch nicht mehr so stark besucht. „Wir werden die mobilen Impfteams zum Juni reduzieren“, kündigt Meyer an. Damit sei man immer noch in der Lage, im Herbst Auffrischungsimpfungen vorzunehmen.

„Novavax“ spielt keine Rolle

Gar keine Rolle bei den Immunisierungen spielt der neuzugelassene proteinbasierte Impfstoff „Novavax“. Er wird kaum verlangt – auch nicht von Menschen, die die mRNA-Impfstoffe gegen Corona ablehnen. An diese Impfverweigerer, so der ärztliche Leiter des Gesundheitsamtes im Landkreis, komme man auch so nicht heran. Er gehe davon aus, dass 100 Prozent der Nicht-Geimpften eine Infektion mit dem Coronavirus erleben werden. Bei den Geimpften seien es rund 30 Prozent. Entscheidend, so Hamschmidt, sei dann der Verlauf der Infektion, der bei Geimpften weitaus milder sei.

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