Alexanderkirche Wildeshausen

557.000 Euro für Freilegung der Rosette und Orgelneubau

Übergabe der Patenschaftsurkunde für eine Spende über 13.200 Euro: Anja Marowsky von der Volksbank, Harald Lesch, Franz Duin, Wiltrud Stanszus, Gerlinde Plate und Frank Ostertag (von links)

Wildeshausen - Von Joachim Decker.  Der Spendentopf des Orgelfördervereins der Wildeshauser Alexanderkirche ist mittlerweile auf 557.000 Euro angewachsen. Und das Dank einer Spende in Höhe von 13.200 Euro, die von der Volksbank Wildeshauser Geest und der VR-Stiftung der Volks- und Raiffeisenbanken in Norddeutschland eingebracht wurde.

Am Donnerstag berichteten Harald Lesch, Vorstandsvorsitzender der VR-Stiftung, und Frank Ostertag, Vorstandsmitglied der Volksbank Wildeshauser Geest und zweiter Vorsitzender des Orgelfördervereins, sowie Franz Duin, Gerlinde Plate und Wiltrud Stanszus vom Vorstand des Fördervereins über die Entwicklung der Spendensumme und das Engagement zahlreicher Wildeshauser Bürger. Zugleich wurde Lesch die Patenschaftsurkunde überreicht, auf der neben „VR-Stiftung – Wir sind Pate“ auch „Neuer Klang – Neues Licht – Neues Leben“ zu lesen ist.

Volksbank und VR-Stiftung engagieren sich mit 13.200 Euro

„Unsere Stärke ist die regionale Verbundenheit. Darum ist es für uns besonders erfreulich, in diesem Fall die Erhaltung und Freilegung dieser historischen Rosette sowie den Bau der neuen Orgel unterstützen zu können“, begründete Ostertag das gemeinsame Engagement von Stiftung und Volksbank. „Wir freuen uns sehr über die großzügige Förderung der Stiftung und der uns schon seit vielen Jahren verbundenen Volksbank“, ergänzte Duin. Die Maßnahmen seien zwingend notwendig: „Die Kleuker-Orgel ist abgängig, niemand weiß, wie lange sie noch bespielt werden kann.“

Lesch erklärte, dass die Stiftung von den 130 Volksbanken – von Borkum bis zur polnischen Grenze – jährlich etwa 150 Anträge auf Spendengelder bekomme: „Die meisten beziehen sich auf Kirchen und Windmühlen. Die Stiftung verfolgt eben kulturelle Projekte.“ Zwar sei vor einigen Jahren die Förderung von Orgelneubauten gedeckelt worden, aber im Fall der Alexanderkirche komme noch die Freilegung der Rosette hinzu: „Aus diesem Grund hat auch der Denkmalschutz eine Bewertung abgegeben, und wir konnten eine weitaus höhere Summe ausloben.“

Privatleute mit wichtigem Anteil an Sammlung

Immer wieder wurde deutlich, dass die Mitglieder des Fördervereins nicht einfach nur einen ehrenamtlichen „Job“ machen, sondern dass sie die Spendensammlung und die Zukunft der Alexanderkirche „leben“. „Wir haben sehr viel Zuspruch aus der Bevölkerung, die Maßnahme wird von beiden großen Konfessionen getragen“, so Duin. Der Verein freue sich über jede große Spende: „Noch mehr aber über jede kleine. Ich sehe ja an den Eingängen, dass es oft fünf oder zehn Euro sind, die von Privatbürgern gespendet werden. Und diese sind genau so hoch anzurechnen. Jeder gibt eben das, was er kann. Dafür möchte ich unseren großen Dank aussprechen.“ Sehr viele Wildeshauser würden die Alexanderkirche nicht nur als Gotteshaus, sondern vielmehr mit „unsere Kirche“ bezeichnen. „Wir können es kaum abwarten, bis die Rosette endlich wieder freigelegt ist und nicht nur nach außen, sondern auch nach innen strahlt“, betonte Duin. Das werde zweifelsohne ein erhabenes Gefühl sein.

Zudem erklärte Duin, dass bislang Gelder von insgesamt sieben Stiftungen geflossen seien. Die erste große Spende in Höhe von 20.000 Euro hat die Dirk-Ippen-Stiftung eingebracht. „10.000 Euro haben wir sogar kürzlich von einer Stiftung aus Bremen erhalten, die ihren Namen allerdings nicht genannt haben möchte“, sagte Duin. Grund dafür sei sicherlich nicht zuletzt die Tatsache, dass die Rosette über dem Eingang, die nun wieder freigelegt werden, soll von Georg Karl Rhode aus der Hansestadt stammt.

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