Ort jetzt im Städtebauprogramm / Insgesamt 4,5 Millionen an Investitionen

500. 000 Euro für die Ortsdurchfahrt in Goldenstedt

Für Goldenstedts neues Gesicht gibt es schon verschiedene Ideen, aber beschlossen ist noch nichts.

Goldenstedt - Als eine von 25 niedersächsischen Kommunen erhält die Gemeinde Goldenstedt 500.000 Euro für die Gestaltung seiner Ortsdurchfahrt. Insgesamt beabsichtigt die Kommune 4,5 Millionen Euro für die „Gesamtmaßnahme Ortskern“ in den kommenden Jahren auszugeben, teilte sie mit.

„Noch in diesem Jahr müssen wir mit einem Teil der geplanten Maßnahmen beginnen“, weil die bewilligten 500.000 Euro sonst verfallen würden“, sagte Bauamtsleiter Michael Wübbelmann. Weitere 250.000 Euro nähme die Gemeinde selbst in die Hand, sodass für das laufende Jahr insgesamt 750.000 Euro für die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt – der Hauptstraße in Goldenstedt – zur Verfügung stehen.

Die Gemeinde hatte den Antrag auf Mittel zur Städtebauförderung im vergangenen Jahr gestellt, „um das Ortsbild zu verbessern und den öffentlichen Raum durch Gestaltung der Straße und Nebenanlagen schöner und sicherer zu machen.“ Von der Revitalisierung des Ortskerns verspricht sich die Kommune einen Beitrag zur Lösung des Leerstandsproblems durch Steigerung der Kaufkraft.

„Ich bin über die Nachricht aus Hannover sehr glücklich und dankbar“, sagte Bürgermeister Willibald Meyer. Besonders bedankte er sich bei den Bürgern, die sich unter Federführung der Niedersächsischen Landgesellschaft aktiv an der Erstellung eines „Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes“ beteiligt haben. „Trotz einiger Kontroversen war die große Mehrheit der Teilnehmer an den Workshops von Anfang an für die Sanierung des Ortskerns. Auch die Kritiker konnten schließlich von der Notwendigkeit der Neugestaltung des Ortes überzeugt werden“, sagte Meyer.

Insgesamt sieht der Kosten- und Finanzierungsplan für die Gesamtmaßnahme „Ortskern Goldenstedt“ Investitionen von rund 4,5 Millionen Euro für die kommenden Jahre vor. Damit will die Gemeinde unter anderem einen Abschnitt der Hauptstraße ein Stück weit nach Osten rücken, den Bürgersteig verbreitern, Parkplätze schaffen, bei ortsprägenden Gebäuden Zuschüsse für deren Sanierung zahlen und Planungskosten bezahlen, sagte Wübbelmann. Laut Gemeinde sind Zuschüsse von Bund und Land in den kommenden Jahren von rund drei Millionen Euro zu erwarten.

Die Gemeinde hatte den Ortskern zum Sanierungsgebiet erklärt. Dies gilt für die Durchfahrt von der Vechtaer Straße bis hin zur Straße „Auf dem Esch“. Geplant ist, dem Dorf ein neues Aussehen auch durch neue Gebäude zu geben. „Der Ankauf und Abriss einiger Häuser entlang der Ortsdurchfahrt deuten auf einige städtebauliche Veränderungen hin“, heißt es auf der Website der Gemeinde. Letztere kaufe auch Grundstücke auf, sagte Wübbelmann.

„Die konkrete Realisierung der Ortskerngestaltung wird in enger Abstimmung der Verwaltung und des Rates mit der Bevölkerung erfolgen. Die Erneuerung darf nicht nur die Sache einiger weniger sein. Die ganze Bevölkerung soll sich mit den zukünftigen Maßnahmen identifizieren können“, erklärte Meyer.

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