Kontaktlose Sammelstelle wird gut angenommen

500 Weihnachtsbäume entsorgt

Kontrolle: Werner Schunk (l.) und Helmut Müller.
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Kontrolle: Werner Schunk (l.) und Helmut Müller.

Wildeshausen – Im Minutentakt sind am Samstag Wildeshauser an der Gutenbergstraße vorgefahren, um ihren Weihnachtsbaum abzugeben. Bis zum Mittag schätzte Werner Schunk von der Freiwilligen Feuerwehr die Anzahl der Tannen bereits auf 150 bis 200 Exemplare. „So viele wie in den vergangenen Jahren werden es wohl nicht werden“, zog der stellvertretende Ortsbrandmeister nach vier Stunden eine Zwischenbilanz der alljährlichen Aktion der Brandschützer, die dieses Mal etwas anders ablief.

In den Jahren zuvor hatten die Ehrenamtlichen mehrere Abgabestellen eingerichtet. Die Corona-Pandemie machte einen Strich durch die bewährte Methode. Außerdem hätte die Ortswehr normalerweise gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr die ausgedienten Bäume entgegengenommen und in Container verfrachtet. Das Gesundheitsamt hatte den Brandschützern jetzt aber eindeutige Vorgaben gemacht. Kontakte sollten vermieden werden. „Wir wollten die Sammlung trotz Auflagen durchführen, um den Menschen zu zeigen, dass wir für sie da sind – aber eben nur mit einer Sammelstelle“, betonte der stellvertretende Ortsbrandmeister. Die Abgabe sollte mit Abstand und Maske erfolgen.

Auf einer Länge von 100 Metern konnte der Tannenbaum auf der Berme der Gutenbergstraße im Wildeshauser Süden abgelegt werden. Die Feuerwehr bat pro Tanne um eine Spende von mindestens einem Euro für die Jugendfeuerwehr. „Natürlich würden wir uns auch über einen höheren Spendenbeitrag freuen“, hieß es in der Ankündigung. Am Ende kamen knap 1 500 Euro zusammen – ein ordentliches Ergebnis.

Marcus Greisler hatte seine Tanne auf dem Dach seines Kombis zur Gutenbergstraße chauffiert. Seine beiden Kinder halfen ihm, das ehemals so festlich geschmückte Gehölz auf den Stapel zu werfen. Anschließend steckten die beiden Sprösslinge freudestrahlend eine Spende in die aufgestellte Sammeldose.

Sogar mit zwei Bollerwagen kamen Daniela Kassner und Jessica Meyer samt Tochter Mia-Sophie zum Sammelplatz. „Ich habe gleich den Baum meiner Tante mitentsorgt“, berichtete Daniela Kassner. Auch Mia-Sophie durfte die Spende in die Kasse legen.

Stadtbrandmeister Helmut Müller zeigte sich ob des disziplinierten Verhaltens der Bürger sichtlich erfreut. „Bisher läuft alles glatt. Die Leute halten sich an die Pandemie-Vorgaben. Auch die Spendenbereitschaft ist nicht niedriger als sonst“, pflichtete Schunk ihm bei. Und das, obwohl die Versuchung groß war, seinen Baum ohne Spende zu entsorgen. Denn das Ortskommando sah nur alle paar Stunden nach dem Rechten.

Dass niemand aus der Reihe tanzte, lag aber auch daran, dass in der Gutenbergstraße ständig Betrieb herrschte. Die Wildeshauser erschienen im Minutentakt, um die Christbäume zu entsorgen. Bis zum Abend kamen rund 500 Stück zusammen. Das Ergebnis entspricht in etwa der Hälfte normaler Sammlungen.

Von Holger Rinne

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