Bodycam ist bei der Polizei im Landkreis mit an Bord

48 Videoaufnahmen bei Einsätzen

Gewinnt derzeit bei Versammlungen an Bedeutung: die Bodycam der Polizei.
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Gewinnt derzeit bei Versammlungen an Bedeutung: die Bodycam der Polizei.

Wildeshausen – Rund zwei Jahre ist es her, dass die Polizei in Wildeshausen damit begonnen hat, zwei Bodycams im Streifendienst zu testen. Seit eineinhalb Jahren sind dort drei Kameras regulär im Einsatz.

Weitere fünf Geräte werden von der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch im Landkreis Oldenburg, unter anderem auch auf den Autobahnen, genutzt.

In den ersten eineinhalb Jahren sind sie erst 24-mal zum Einsatz gekommen. Wohl auch, weil es coronabedingt in 2020 kaum größere Menschenansammlungen gegeben hatte. Doch die Zahl der Nutzungen ist gestiegen. „Insgesamt haben die Beamten im vergangenen Jahr in 48 Fällen von der Bodycam Gebrauch gemacht“, so die Sprecherin der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch, Ricarda von Seggern. „In 17 Fällen wurde sie dabei innerhalb des Zuständigkeitsbereichs des Polizeikommissariats Wildeshausen genutzt.“

Welche konkreten Vorfälle es gab, sagt die Polizei nicht. Es ist aber zu erahnen, dass die Kameras in diesem Jahr noch deutlich häufiger im Einsatz sein werden. Wie berichtet, hat Jörn Stilke, Leiter der Polizeiinspektion, angekündigt, dass unter anderem bei Protesten gegen die Corona-Maßnahmen konsequent die Masken- und Abstandspflicht überprüft werden soll. Bei Missachtung, so die Polizeipressestelle, würde man mit Videos Fehlverhalten dokumentieren und zur Anzeige bringen.

Kameras nicht nur bei Demonstrationen nützlich

Aber auch, wenn nicht gerade Demonstrationen zu begleiten sind, liegen die Kameras nicht nutzlos in der Dienststelle herum. Bein einem Einsatz oder Streifendienst hat immer ein Kollege die Bodycam dabei, heißt es von der Inspektion. Die mögliche Nutzung sei klar ersichtlich, da der Beamte ein Schild mit dem Schriftzug „Videoaufzeichnung“ trage und die Kamera auffällig an der Uniform positioniert sei.

Um Gewalttaten abzuwehren und den vorbeugenden Charakter der Maßnahme zu verdeutlichen, sollen die Beamten das Filmen gegenüber aggressiven Personen zunächst ankündigen und anschließend die Aufnahme manuell per Knopfdruck aktivieren. Durch ein rotes Lichtzeichen an der Bodycam wird signalisiert, dass aufgezeichnet wird.

Nach der Aufzeichnung wird das Videomaterial entweder gesichert oder automatisch gelöscht, sofern es nicht als Beweismittel dient. Ziel, so die Polizeipressestelle, sei es nicht nur, Polizeibeamte und Dritte vor Gewalttaten zu schützen. Man könne die polizeiliche Arbeit mithilfe der audiovisuellen Aufzeichnung größtmöglich transparent darstellen. Das erscheint in unübersichtlichen Lagen wie bei Demonstrationen mit mehreren Hundert Teilnehmern sinnvoll, da bei Beleidigungen oder Tätlichkeiten vor Gericht schnell Aussage gegen Aussage steht.  

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