40-köpfige Delegation aus Wildeshausen feiert in Evron 35-jähriges Bestehen der Städtepartnerschaft

„Der Zement für glückliche Europäer“

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Gastgeschenke überreicht: Joel Balandraud, Chantal Geall, Tomasz Siemek, Tomasz Tomaszewski (Ratsvorsitzender Alwernia) und Jens Kuraschinski (von links).

Wildeshausen - Müde aber gut gelaunt kehrte die 40-köpfige Wildeshauser Reisegruppe in der Nacht zum Dienstag aus der französischen Partnerstadt Evron zurück in die Kreisstadt.

Allen voran hatte Bürgermeister Jens Kuraschinski am Treffen der Städte Evron, Wildeshausen, Hertford und Alwernia teilgenommen. Eingeladen hatte sein französischer Amtskollege Joel Balandraud aus Anlass des 35-jährigen Bestehens der Partnerschaft zwischen Wildeshausen und Evron, des 20-jährigen zwischen Evron, Wildeshausen und Hertford sowie des 15- jährigen Bestehens zwischen Evron und Alwernia in Polen. Ebenfalls dabei waren Chantal Geall aus Hertford und Thomas Siemek aus Alwernia.

Anlässlich des offiziellen Festaktes im Park des Rathauses wies Kuraschinski mit großer Zufriedenheit auf die Anfänge vor 35 Jahren hin, die jedoch noch stark von der Erinnerung an die Vergangenheit geprägt gewesen seien. In den vielen Jahren seien die Beziehungen stetig enger, stabiler und verlässlicher geworden: „In den vielen Begegnungen konnten Jugendliche und Erwachsene herzliche Aufnahme erfahren und erleben, wie das alltägliche Leben bei anderen Menschen funktioniert und welche Antworten auf möglicherweise ähnliche Fragestellungen hier und dort gefunden werden.“ Vielfältige Kontakte auf offizieller wie privater Ebene hätten großes Vertrauen zueinander wachsen lassen. Zu dieser Entwicklung hätten Jugend- und Schüleraustausche ebenso beigetragen wie die Begegnung von Vereinen. Allen voran die der Wildeshauser Musikvereine. Musik sei international, sie kenne keine Grenzen und lasse die Sprachbarriere schnell schwinden.

Mit einem gemeinsamen Konzert des Blasorchesters Wildeshausen und dem Orchestre municipal Evron wurde dies am Sonnabend eindrucksvoll bewiesen.

Auch der französische Bürgermeister Balandraud verwies auf den Wert der Begegnung und den Aufbau der Freundschaft zwischen den Völkern. Für ihn seien Städtepartnerschaften der Zement, der die Eintracht der Völker aufrecht erhalte und glückliche Europäer hervorbringe. Gleichermaßen sprach sich Kuraschinski für Städtepartnerschaften als Baustein für das Haus Europa aus. So hat er bereits jetzt die Partnerstädte zu einem nächsten Treffen nach Wildeshausen eingeladen, das im Jahr 2020 im Rahmen der 750-Jahr- Feier der Stadt Wildeshausen über die Bühne geht.

Alle vier neuen Bürgermeister wollen künftig dem Austausch neue Impulse geben. Die Repräsentanten gehören einer neuen Generation an, die die Erfahrungen der Gründergeneration erfolgreich fortsetzen wollen. Der jetzige Austausch war von einem sehr freundlichen und fröhlichen Klima unter den jungen Bürgermeistern geprägt. Ein positives Klima, das sich auf alle Delegationen und die Gastgeber übertragen hat.

Zur Wildeshauser Delegation gehörte eine Gruppe 13-jähriger Mädchen ebenso wie Wildeshauser Bürger, die seit Beginn der Partnerschaft vor 35 Jahren den Kontakt zu „ihren“ Familien in Evron pflegen. Sie und auch die privat Angereisten haben die Tage der Begegnung als Bereicherung für sich ganz persönlich empfunden und können die Statements der Bürgermeister aus ihren persönlichen Erfahrungen nur bestätigen. Die Abreise erfolgte daher mit der klaren Versicherung für ein baldiges Wiedersehen.

Und bevor das große Partnerschaftsfest in der Kreisstadt gefeiert wird, werden sicherlich noch einige Gruppen in die Partnerstadt Evron reisen, um die Verbindungen noch weiter zu vertiefen.

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