Es braucht mehr Geld

Zustand der Kreisstraßen: 3,15 Millionen Euro, damit fast alles so bleibt, wie es ist

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Mit 3,15 Millionen Euro wendet der Landkreis Oldenburg in diesem Jahr gar nicht mal so wenig Geld dafür auf, dass sich der Zustand der Kreisstraßen nicht weiter verschlechtert. Um den Anteil der stark beschädigten Strecken nachhaltig zu senken, ist jedoch eine weitere Erhöhung der Mittel notwendig.

Auf Antrag der Freien Wähler befasst sich der Ausschuss für Bau, Straßen und Brandschutz am Donnerstag, 12. Juni, ab 17 Uhr im Kreishaus mit dem Thema. Arnold Hansen, einziges Kreistagsmitglied der Freien Wähler, hatte sich auf einen Bericht des NDR bezogen, in dem niedersachsenweit der Zustand der Kreisstraßen abgefragt worden war. Angaben zum Landkreis Oldenburg fehlten allerdings, was Hansen stutzig machte. Der Ganderkeseer wollte wissen, warum, und wandte sich an die Kreisverwaltung.

„Netz jedes Jahr auf dem Prüfstand“

Die klärt auf: Die 281 Kilometer Kreisstraßen wurden zuletzt 2006 vollständig erfasst und bewertet. Seitdem ist dies auch wegen der Kosten von rund 75 000 Euro nicht wiederholt worden. Gleichwohl „kommt das Straßennetz im Grunde jedes Jahr auf den Prüfstand“, informierte Dieter Hahn, Leiter des Amts für Bodenschutz und Abfallwirtschaft, das sich auch um die Kreisstraßen kümmert. 

In Rücksprache mit den Straßenmeistereien werde der Zustand visuell erfasst und die Prioritätenliste fortgeschrieben. Diese umfasst inzwischen allerdings auch an die 30 Straßen, die saniert werden müssen.

Und dafür reichen die gut drei Millionen Euro jedes Jahr, von denen ein Teil (500 000 Euro) für die Radwege vorgesehen ist, bei Weiten nicht aus. Wie viel genau er rechnerisch mehr bräuchte, will Hahn mit Blick auf die Debatte im Ausschuss nicht verraten. Er wolle der Politik nicht vorgreifen.

Firmen ausgelastet

Und selbst wenn der Etat für die Straßensanierung massiv aufgestockt würde, bliebe wahrscheinlich erst einmal vieles beim alten. Die Tiefbaufirmen sind laut Hahn derzeit so gut ausgelastet, dass es schwierig ist, Unternehmen zu kriegen. Der Breitbandausbau und die gute Wirtschaftslage lassen grüßen.

Überhaupt, betont Hahn, habe der Landkreis die Mittel für eine Sanierung in den vergangenen Jahren Stück für Stück erhöht – nicht zuletzt auf Anträge aus der Politik. Vor gar nicht so langer Zeit hätten nur 1,2 statt wie nun 3,15 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung gestanden. Hinzukommen zumindest für 2018 etwas mehr als drei Millionen für den Neubau von Radwegen und Straßen.

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Harry und Meghan barfuß am Strand

Harry und Meghan barfuß am Strand

Das waren die zwölf erfolgreichsten Deals aus "Die Höhle der Löwen"

Das waren die zwölf erfolgreichsten Deals aus "Die Höhle der Löwen"

Trump droht im Wahlkampf mit Schließung der Grenze zu Mexiko

Trump droht im Wahlkampf mit Schließung der Grenze zu Mexiko

Trump geht von Tod Khashoggis aus und droht mit Konsequenzen

Trump geht von Tod Khashoggis aus und droht mit Konsequenzen

Meistgelesene Artikel

19-Jähriger bespuckt Bundespolizisten und wird verhaftet

19-Jähriger bespuckt Bundespolizisten und wird verhaftet

SPD regt weitere Ampel an der Harpstedter Straße an

SPD regt weitere Ampel an der Harpstedter Straße an

Neun zu neun: Keine Mehrheit für einen Schultausch

Neun zu neun: Keine Mehrheit für einen Schultausch

Mit süßer Fracht im Anhänger in die Heimat

Mit süßer Fracht im Anhänger in die Heimat

Kommentare