Mann soll seine geschiedene Frau mit Schreckschusspistole beschossen haben

Wildeshausen: 31-Jähriger wegen versuchten Mordes angeklagt

Tatort Kapitän-Strasser-Straße: Dort soll ein Mann seine geschiedene Ehefrau angeschossen haben. Rubriklistenbild: dpa
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Tatort Kapitän-Strasser-Straße: Dort soll ein Mann seine geschiedene Ehefrau angeschossen haben. Rubriklistenbild: dpa

Wildeshausen – Der Versuch eines 30-jährigen Mannes aus Wildeshausen, am 25. August 2020 um 8.45 Uhr an der Kapitän-Strasser-Straße in der Kreisstadt seine zwei Tage zuvor von ihm geschiedene 26-jährige Ehefrau mit Schüssen aus einer Schreckschusspistole umzubringen, hat bald ein gerichtliches Nachspiel.

Wie Torben Tölle, Richter und Pressesprecher am Landgericht Oldenburg, mitteilte, wird der Fall ab dem 19. Februar vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichtes Oldenburg verhandelt.

Täter wollte Familienehre wieder herstellen

Der mittlerweile 31-jährige mutmaßliche Täter aus Wildeshausen muss sich wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und Verstoß gegen das Waffengesetz verantworten. Laut Anklage soll der Iraker jesidischen Glaubens seine Ex-Frau – ebenfalls Jesidin – auf dem Weg zur Arbeit abgepasst haben, um sie zu töten. Damit habe der Täter die Familienehre wieder herstellen wollen, heißt es.

Er glaubte, sie getötet zu haben

Laut Polizeibericht war die Frau geflüchtet, als sie ihrem Ex-Mann begegnete. Er soll dennoch mehrere Schüsse aus einer Schreckschusspistole auf ihren Kopf abgegeben haben. Laut Staatsanwaltschaft habe er erst von der Frau abgelassen, als er glaubte, sie getötet zu haben.

Die 26-Jährige wurde mit nicht lebensgefährlichen Verletzungen in einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Im Rahmen der Ermittlungen fanden Beamte der Polizei zwei Schreckschusswaffen im Bereich des Tatortes auf.

In Schweden festgenommen

Der Mann war zunächst in unbekannte Richtung geflüchtet. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des versuchten Totschlags eingeleitet. Im Zuge der Fahndungsmaßnahmen suchten Beamte der Polizei Wildeshausen auch einen Imbiss am Westertor auf. Aufgrund der laut der Ermittler „professionellen und unverzüglichen behördenübergreifenden Zusammenarbeit“ wurde der Tatverdächtige, gegen den ein europäischer Haftbefehl erlassen worden war, dann im Rahmen von Fahndungsmaßnahmen am Abend des gleichen Tages von der schwedischen Polizei in Helsingborg vorläufig festgenommen. Dort soll er bei einem Bekannten Zuflucht gesucht haben. Der mutmaßliche Täter wurde später nach Deutschland ausgeliefert und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

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