Ex-Ehefrau achtmal aus nächster Nähe ins Gesicht geschossen

31-Jähriger aus Wildeshausen muss acht Jahre in Haft

Die Akten können geschlossen werden: Der 31-Jährige aus Wildeshausen muss acht Jahre ins Gefängnis.
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Die Akten können geschlossen werden: Der 31-Jährige aus Wildeshausen muss acht Jahre ins Gefängnis.

Wildeshausen/Oldenburg – Das Urteil gegen den 31-jährigen Mann, der am 25. August 2020 in Wildeshausen mit zwei Gaspistolen aus nächster Nähe achtmal in das Gesicht seiner Ex-Ehefrau (26) geschossen hatte, ist rechtsgültig geworden. Der Bundesgerichtshof hat die Revision des Angeklagten gegen das Urteil verworfen. Das teilte der Pressesprecher des Landgerichts Oldenburg mit.

Wie berichtet, hatte die Schwurgerichtskammer des Oldenburger Landgerichtes den Mann im März wegen versuchten Totschlags, gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Bei dem 31-jährigen Täter handelt es sich um einen Iraker jesidischen Glaubens. Er soll aus Rache gehandelt haben. Seine Ehefrau hatte sich zwei Tage vor der Tat scheiden lassen. Einen Tag vor der Tat hatte sich der Angeklagte die Gaspistolen gekauft und sich dabei erkundigt, ob man damit auch töten könne. Am anderen Morgen lauerte er seiner Ex-Frau an der Kapitän-Strasser-Straße in Wildeshausen auf und schoss ihr in den Nacken, um sie an der Flucht zu hindern. Dann folgten acht aufgesetzte Schüsse ins Gesicht der Frau. Weil er den Feststellungen zufolge davon ausgegangen war, dass die Frau sterben werde, war der Angeklagte nach Schweden zu Verwandten geflohen. Dort konnte er einen Tag später festgenommen werden. Die Frau hatte die Attacke schwer verletzt überlebt.

Zunächst war versuchter Mord angeklagt

Angeklagt war die Tat zunächst als versuchter Mord. Motiv sollte eine Ehrverletzung sein, was das Mordmerkmal der niedrigen Beweggründe erfüllt. Doch das Motiv ließ sich im Verfahren nicht mit der notwendigen Sicherheit feststellen. Grund dafür war der Umstand, dass sowohl die Opfer- als auch die Täter-Familie, die miteinander verwandt sind, im Prozess schwiegen. Auch das Opfer selbst sagte nicht aus. So konnte ein mögliches Ehrverletzungs-Motiv nicht festgestellt werden, was zur Folge hatte, dass ein versuchter Mord vom Tisch war. Es blieb aber ein versuchter Totschlag.

Der Angeklagte selbst hatte aber auch das bestritten. Er habe nicht töten wollen, sondern nur verletzen. Angesichts der fast tödlichen Attacke glaubte das Gericht das aber nicht. Der Bundesgerichtshof hat nun die Überzeugungen, Feststellungen und die rechtliche Würdigung der Oldenburger Kammer in vollem Umfang geteilt. Deswegen war die Revision des Angeklagten auch zu verwerfen gewesen.

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