Wildeshauser Geschäftsleute wollen für alle Kunden da sein

„2G-Regel wäre der Todesstoß für den Handel“

Weiter für alle offen: Im Wildeshauser Einzelhandel wird es keine 2G-Regelungen geben.
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Weiter für alle offen: Im Wildeshauser Einzelhandel wird es keine 2G-Regelungen geben.

Wildeshausen – In Wildeshausen wird es nach Einschätzung von Johannes Lenzschau, Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereins (HGV), keine 2G-Regelung für Einzelhändler geben. „Niemand wolle das“, sagt er.

Die Corona-Verordnung in Niedersachsen lässt es zu, dass Händler nur Geimpfte oder Genesene in den Laden lassen. In diesem Rahmen könnte auf eine Maskenpflicht und das Abstandhalten im Geschäft verzichtet werden.

„Das wäre der Todesstoß für den Handel“, erklärt Lenzschau. „Alles, was mit Eingangskontrollen im Geschäft zu tun hat, würde uns schaden.“

Der HGV-Vorsitzende warnt, dass unterschiedliche Regelungen im Lebensmitteleinzelhandel und im Fachhandel die Kunden abschrecken und zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft führen würde. Genau diese Unterscheidung im Winter und Frühjahr hatte dazu geführt, dass Lenzschau Klage vor dem Bundesverfassungsgericht einreichte. Mit einem Ergebnis rechnet er erst für das kommende Jahr, da die zunächst zuständigen Richter für befangen erklärt worden waren.

Handel betont: „Wir sind keine Pandemietreiber“

„Wir sind nicht der Pandemietreiber“, betont Lenzschau. „Jeder von uns könnte die 2G-Regel im Laden einführen, aber das will hier niemand“, spricht der Wildeshauser Einzelhändler für seine Kollegen vor Ort. „Wir achten weiter auf die Hygienebestimmungen, Abstand und Maske“, so Lenzschau. Damit seien auch die meisten Kunden einverstanden.

Dass die Gastronomie in Wildeshausen zum Teil die 2G-Regel eingeführt hat, findet Lenzschaus Zustimmung. „Jeder kann ja entscheiden, welches Lokal er besuchen möchte.“ Das sei aber nicht möglich, wenn ein Kunde Bücher, Spielwaren oder Drogerieartikel kaufen wolle.

Oliver Einemann, Inhaber des Edeka-Centers am Wildeshauser Westring, hat ebenfalls eine klare Meinung zum Thema: „Bei 2G mache ich nicht mit. Wir sind für alle da. Mir steht es nicht zu, darüber zu urteilen, ob sich jemand impfen lassen sollte oder nicht.“ Erst, wenn es eine gesetzliche Verpflichtung für die 2G-Regel in Supermärkten geben würde, würde er die Regelung ändern.

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