25000 Euro für die Umsetzung weiterer Vorhaben

Landkreis Oldenburg gewinnt Klimaschutzpreis

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25000 Euro gehen aus dem Wettbewerb in den Landkreis.

Wildeshausen - Der Landkreis Oldenburg gehört zusammen mit den Gemeinden Ganderkesee, Dötlingen, Lemwerder und der Stadt Twistringen zu den Gewinnern beim Wettbewerb „Kommunaler Klimaschutz 2015“. Die Auszeichnung wurde für das „Regionale Energiemanagement“, kurz „REM kommunal“ vergeben.

In dem interkommunalen Netzwerk gehen die fünf Mitgliederkommunen gemeinsam das Thema Energiesparen in öffentlichen Liegenschaften an und nutzen Synergieeffekte bei der praktischen Umsetzung vor Ort. Ausgeschrieben wird der Wettbewerb „Kommunaler Klimaschutz“ vom Bundesumweltministerium und dem Deutschen Institut für Urbanistik. Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Landrat Carsten Harings nahm heute den Preis in Hannover entgegen. Das Preisgeld in Höhe von 25000 Euro ist in die Umsetzung weiterer Klimaschutz-Vorhaben zu investieren. Harings dazu: „Wir freuen uns sehr über die Anerkennung und werden das Preisgeld für die Fortsetzung unseres Projektes und zum Ausbau der Strukturen nutzen, um so das Regionale Energiemanagement dauerhaft und nachhaltig in unserer Region etablieren zu können.“

„Der kommunale Klimaschutz ist für mich persönlich das ‚Herzstück‘ nationaler Klimaschutzaktivitäten und eines meiner zentralen politischen Anliegen. Wir brauchen aktiven Klimaschutz, der dort ansetzt, wo die Menschen leben und arbeiten. Der Wettbewerb ist eine hervorragende Möglichkeit, erfolgreiche Klimaschutzprojekte von Kommunen zu würdigen. Ich gratuliere allen Preisträgern und danke ihnen für ihr Engagement“, ergänzt die parlamentarische Staatssekretärin, Rita Schwarzelühr-Sutter.

Das „REM kommunal“, das der Landkreis Oldenburg gemeinsam mit den Gemeinden Ganderkesee, Dötlingen, Lemwerder und der Stadt Twistringen seit 2012 umsetzt, zielt darauf ab, in kommunalen Liegenschaften, wie Schulen, Kindertagesstätten oder Sportstätten Energiesparpotenziale zu identifizieren und zu nutzen. Dies gelingt durch das Zusammenspiel von vier verschiedenen Elementen: Zum einen werden Schüler und Kita-Kinder nach einem eigens entwickelten pädagogischen Konzept, das alle Kommunen für sich nutzen, zu Energie sparendem Verhalten sensibilisiert und erhalten praktische Handlungsempfehlungen. Zum anderen werden mit den Hausmeistern der Liegenschaften potenzielle nicht- bzw. gering-investive Einsparmaßnahmen vor Ort besprochen. Darüber hinaus stärken jährliche gemeinsame Treffen der Hausmeister den Erfahrungsaustausch untereinander. Ein zentrales Element bei der Umsetzung des „REM kommunal“ ist das einheitliche Energie-Verbrauchs-Controlling, das für alle Netzwerkmitglieder geführt wird. So können die aktuellen Verbrauchsentwicklungen von Strom, Wasser und Wärme beobachtet und bei Bedarf notwendige Maßnahmen veranlasst werden. Dank eines so genannten Cloud-Server-Systems können die beteiligten Kommunen jederzeit auf alle Auswertungssysteme und Analyseverfahren des Energie-Verbrauchs-Controllings zugreifen. Das Herzstück des „Regionalen Energiemanagements“ bildet der interkommunale Austausch aller Beteiligten. Durch regelmäßige Netzwerk-Treffen und kommunenübergreifende Fortbildungen entsteht ein aktiver Dialog über Herausforderungen, Erfolge und neue Ideen. So kann die gemeinsame Arbeit der Kooperationspartner kontinuierlich überprüft und optimiert werden.

Mit der Umsetzung des „REM kommunal“ haben die Kommunen das „Regionale Umweltbildungszentrum Hollen“ beauftragt. Derzeit sind bereits mehr als 70 Liegenschaften im Oldenburger Land daran beteiligt. Durch das Engagement aller REM kommunal-Beteiligten konnte der Energieverbrauch in den einbezogenen Liegenschaften durchschnittlich um zehn Prozent gesenkt werden. Allein im Jahr 2014 konnten so mehr als 1000 Tonnen CO2 und zugleich 66000 Euro Energiekosten eingespart werden. Damit leistet die interkommunale Kooperation einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz, zur Ressourcenschonung und zur Kostenreduzierung in den kommunalen Haushalten.

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