Bild des Wildeshauser Marktplatzes

19-jährige Künstlerin zeigt, wie Wildeshausen 2030 aussehen könnte

Wildeshausen 2030: So stellt sich die 19-jährige Lotta Matthiesen den Marktplatz in neun Jahren vor.
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Wildeshausen 2030: So stellt sich die 19-jährige Lotta Matthiesen den Marktplatz in neun Jahren vor.

Wie sieht das Leben in Wildeshausen im Jahr 2030 aus? Eine junge Künstlerin hat ein Zukunftsbild des Marktplatzes gemalt.

Einen künstlerischen Blick in die Zukunft sollten die Bewerber um den diesjährigen Jugendkunstpreis des Landkreises Oldenburg werfen. Wie sieht die Welt im Jahr 2030 aus, fragten die Juroren. Die Wildeshauser Teilnehmerin Lotta Matthiesen fokussierte ihren Blick auf das Herz der Kreisstadt – auf den Marktplatz Wildeshausens. „Das war ein schwieriges Thema“, blickt die 19-jährige Abiturientin zurück. „Selbstverständlich wird sich einiges verändern. Allerdings sind neun Jahre auch kein sehr langer Zeitraum.“ Ihr sei es wichtig gewesen, einen lokalen Bezug auf ihrem Bild herzustellen.

Die junge Wildeshauserin griff sich ihre Aquarellpinsel und schickte den Marktplatz auf Zeitreise. Die Unterschiede zur Gegenwart sind sichtbar, aber nicht radikal. „Die Szenerie hat sich nicht viel verändert. Ich habe die Bäume vergrößert, aus der Innenstadt eine autofreie Zone gemacht und in die bestehenden Häuser Geschäfte gesetzt, die für Nachhaltigkeit stehen, wie einen Unverpackt- und einen Second-Hand-Laden“, erklärt die junge Künstlerin. Zudem sind die Hausdächer auf dem Aquarellgemälde mit Fotovoltaikanlagen bestückt.

Gesellschaft verändert sich

Eine weitere Veränderung wird erst bei genauerer Betrachtung deutlich: „Auf meinem Bild ist eine Gesellschaft zu sehen, in der jeder so angenommen wird, wie er ist“, verdeutlicht Matthiesen. So sitzt in dieser Alltagsszene aus dem Jahr 2030 ein älteres Ehepaar einvernehmlich neben einem lesbischen Pärchen und ein Mädchen spielt anstelle eines Jungen ganz selbstverständlich Fußball.

Die idyllische Straßenszene des Bildes spiegelt nicht unbedingt die Einstellung der Künstlerin wider. „Ich blicke eher pessimistisch in die Zukunft, versuche aber positiv zu denken“, erklärt sie. „Wenn man glaubt, dass alles den Bach hinuntergeht, dann wird es das auch.“

Werke sind im Kreishaus zu sehen

Matthiesen entdeckte ihre Leidenschaft für die Malerin vor drei bis vier Jahren. Sie brachte sich ihre Fertigkeiten bislang autodidaktisch bei. Aktuell besucht die Wildeshauserin eine Kunstschule in Dänemark und plant anschließend ein Studium im künstlerischen Bereich.

Die Ausschreibung zu dem Wettbewerb richtete sich an Schüler und Auszubildende im Alter von 14 bis 21 Jahren aus dem Landkreis Oldenburg. Jeder Bewerber konnte eine künstlerische Arbeit gemeinsam mit einem Motivationsschreiben einreichen. Das Originalbild von Matthiesen ist neben einigen weiteren Exponaten zu diesem Thema derzeit im Foyer des Kreishauses zu sehen.

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