Kirche: Stadt soll Löwenanteil zahlen

110.000 Euro für Renovierung der Bücherei erforderlich

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Hier sollen bald Handwerker ein- und ausgehen: Es ist geplant, die Wildeshauser Bücherei zu sanieren.

Wildeshausen - Ein neuer Teppichboden, frische Farbe an die Wände, moderne Möbel: Die Bücherei in Wildeshausen soll und muss grundlegend renoviert werden. Darüber sind sich alle einig, nur an der Frage, wie die Kosten in Höhe von 110.000 Euro aufgebracht werden sollen, scheiden sich die Geister.

Die katholische St.-Peter-Kirchengemeinde, Träger der Einrichtung, schlägt vor, dass die Stadt 90.000 Euro bezahlt. Dafür würde das Offizialat in Vechta einen zinslosen Kredit an Wildeshausen vergeben und fünf Jahre lang jeweils 18.000 Euro zurückfordern. Die Kirche selbst ist bereit, 10.000 Euro zuzuschießen, und die gleiche Summe soll aus Rücklagen der Bücherei kommen.

Der Vorschlag ist bei der Stadtverwaltung mäßig gut angekommen, wie aus der Sitzungsvorlage für das nächste Treffen des Ausschusses für Stadtplanung, Tourismus, Sport und Kultur am Donnerstag, 25. Oktober, ab 18.15 Uhr im Stadthaus hervorgeht. 

In der Vorlage wird auf einen vor zwei Jahren mit der Bücherei geschlossenen Vertrag verwiesen. Demzufolge sei der jährliche Zuschussbetrag von 90.000 Euro nicht nur für den laufenden Betrieb, sondern auch für weitere notwendige Maßnahmen gedacht. „Die geplanten Renovierungsmaßnahmen sind aus Sicht der Verwaltung aus den nicht verausgabten Mitteln anzusparen“, heißt es in der Vorlage.

Die Verwaltungsvorlage schlägt vor, dass die Stadt 45.000 Euro zahlt

Die katholische Kirche ist allerdings anderer Meinung und hält eine gründliche sowie kostspielige Renovierung für vertraglich nicht geregelt. Die Verwaltung ist offenbar bemüht, einen Mittelweg zwischen beiden Positionen zu finden. In der Vorlage wird vorgeschlagen, dass die Stadt 45.000 Euro bezahlt, also die Hälfte der geforderten Summe. Das Geld soll zusätzlich zum jährlichen Zuschuss, verteilt auf fünf Jahre, überwiesen werden.

Im Zuge eines Austauschs im Büchereibeirat wurde offenbar auch der Umzug in ein anderes Gebäude, das nicht sanierungsbedürftig ist, besprochen. Doch derzeit mangelt es dafür an Möglichkeiten. Zudem hat der jetzige Standort viele Vorteile wie die innenstadtnahe Lage und die Parkmöglichkeiten. 

bor

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