FDP steht Ansinnen des VfL Wittekind kritisch gegenüber

„100.000 Euro für Kunstrasen sind fehl am Platz“

Marko Bahr

Wildeshausen - Mit dem Ansinnen des VfL Wittekind, mit der Stadt über den Bau eines Kunstrasenplatzes mit Flutlichtanlage und Toiletten zu verhandeln, hat sich die Wildeshauser FDP-Fraktion beschäftigt. Sie steht dieser Sache sehr kritisch gegenüber.

„Ich möchte diese Pläne zum Anlass nehmen, um auf die aktuelle Verschuldung der Stadt hinzuweisen. Natürlich ist ein Kunstrasenplatz eine gute Sache, er bereichert die Stadt Wildeshausen als Eigentümer des Krandels und schafft neue Möglichkeiten für die 430 aktiven Fußballer des VfL“, so der Fraktionsvorsitzende Marko Bahr.

Auch die FDP sei für ein attraktives, durch Standortvorteile geprägtes Wildeshausen. Und dazu gehörten sicher auch attraktive Sportstätten für die Allgemeinheit. „Aber wir haben als Stadt mit fast 20 000 Einwohnern eine Verschuldung von mehr als 13 Millionen Euro. Wir haben an der Wallschule, an der Realschule und demnächst vielleicht auch an den Krippen Container stehen, um Kinder darin zu unterrichten und zu betreuen. Die Stadt hat kein Geld für eine neue Grundschule, kann wegen finanzieller Probleme keine Entlastungsstraße bauen“, betont Bahr. Zudem könne keine dringend benötigte Erweiterung und Renovierung der Realschule auf den Weg gebracht werden: „Wir könnten hier noch viele Dinge aufzählen, die aus unserer Sicht durchaus dringender wären als ein Kunstrasenplatz.“

In den Haushalt 10 000 Euro für zwei Erkundungsbohrungen einzustellen, sei eine Sache. „Aber bei unserem Schuldenstand anschließend 100 000 Euro für einen Kunstrasenplatz ausgeben zu wollen scheint mir doch eher fehl am Platz“, so Bahr. „Daher unser Appell an den CDU-Fraktionsvorsitzenden, Ratsherren und VfL-Vorsitzenden Wolfgang Sasse, lieber an den Haushalt und die Finanzen der Stadt Wildeshausen zu denken. Wir sollten diese Investition zurückstellen und zuvor den öffentlichen Haushalt sanieren.“ Natürlich gehöre der Krandel der Stadt und damit der Allgemeinheit. Aber es seien in erster Linie Steuergelder, die hier eingesetzt werden: „Daher hat der Bürger ein Recht, zu entscheiden, was mit seinem Geld passiert.“

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