Ausschuss empfiehlt Erhöhung / Netto bleiben dem VfL Wittekind 85 000 Euro

100 000 Euro für Krandelverwaltung

Aufwendig und kostspielig: Die Pflege der Krandelsportstätten schlägt mit 100 000 Euro zu Buche. Foto: dr

Wildeshausen – Der VfL Wittekind erhält mit seiner Krandelverwaltung in Zukunft 100 000 Euro brutto jährlich für die Pflege der Anlage inklusive der Beachsportanlage. Von dieser Summe bleibt der Verwaltung rund 85 000 Euro netto, die unter anderem für Personal, Platzpflegemaßnahmen sowie Versicherung aufgewendet werden können.

Ursprünglich lag dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Tourismus, Sport und Kultur am Donnerstagabend die Empfehlung vor, die Summe von 82 000 Euro auf 95 000 Euro zu erhöhen. Im Rahmen der Beratung stand jedoch der VfL-Geschäftsführer Hubert Schlüter auf und erklärte, mit dieser Summe nicht hinzukommen. „Wir haben seit dem Zeitpunkt 2014, als wir erfuhren, dass wir mehrwertsteuerpflichtig sind, kontinuierlich ein Minus eingefahren“, so Schlüter.

Fast die Hälfte der Summe für Personalausgaben

In den Jahren von 2015 bis 2019 habe die Krandelverwaltung lediglich 63 150 Euro netto für die Anlage zur Verfügung gehabt. Fast die Hälfte des Geldes sei für Personalkosten aufgewendet worden, für die keine Mehrwertsteuer erstattet würde. Das sei auch bei der Versicherung der Fall. „Wegen der extremen Witterung mussten wir beispielsweise unsere Beregnungsanlagen erweitern“, erklärte Schlüter. „Von daher kommen wir mit den 95 000 Euro brutto einfach nicht hin. Wir benötigen 100 000 Euro.“

UWG: Gut angelegtes Geld

Die Ausschussmitglieder waren zwar ein wenig überrascht, aber dann auch einstimmig der Ansicht, dass das Geld gut angelegt sein dürfte. „Der VfL übernimmt hier eine Aufgabe der Stadt“, betonte Rainer Kolloge (UWG). „Ich freue mich, dass die Anlage in einem solch guten Zustand ist. Ich wäre allerdings froh, wenn wir die Summe erhöhen könnten und der Verein die Großgeräte dann auch selbst anschafft. Gefühlt müssen wir alle zwei Jahre einen neuen Trecker kaufen.“

Mehr zahlen wird die Stadt nun zwar, die Großgeräte sind aber weiterhin nicht in der vertraglich vereinbarten Finanzierung enthalten.

Wenig Zustimmung erhielt Jens-Peter Hennken (CDW) für seinen Einwand, dass sich die Stadt in den kommenden 14 Jahren mit mehr als 1,6 Millionen Euro vertraglich binde. „Selbst wenn wir bei Finanznot keine freiwilligen Leistungen mehr an Vereine zahlen, haben wir hier die Verpflichtung“, sagte er.

Das bestätigte Kämmerer Thomas Eilers. Da die Stadt aber in jedem Fall für den Unterhalt von beweglichen und unbeweglichen Dingen aufkommen müsse, bliebe die Belastung immer die gleiche. Unterhalt, so Eilers, sei nun mal keine freiwillige Leistung der Kommune.

VfL darf Gemeinnützigkeit nicht verlieren

Auch der Einwand Hennkens, man könne das Geld vielleicht als Zuschuss zahlen, um Steuern zu sparen, kam nicht gut an. Das, so Eilers, grenze an Steuerbetrug. Und die Steuerprüferin des VfL, Marina Stolle, machte deutlich: „Dann könnte dem VfL die Gemeinnützigkeit entzogen werden. Das ist das Schlimmste, was einem Verein passieren kann.“  dr

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Der Blauregen hat viel Kraft

Der Blauregen hat viel Kraft

Wandern, Waldbaden und Wellness in Bad Steben

Wandern, Waldbaden und Wellness in Bad Steben

Barock und Bio im Bliesgau

Barock und Bio im Bliesgau

Kampf gegen Corona: Italien verlängert Ausgangsverbote

Kampf gegen Corona: Italien verlängert Ausgangsverbote

Meistgelesene Artikel

Rathaus-Erweiterung schreitet gut voran

Rathaus-Erweiterung schreitet gut voran

Lastwagen fährt Baustellenbaken um und fährt weiter

Lastwagen fährt Baustellenbaken um und fährt weiter

Sechs Corona-Infizierte in Wildeshausen

Sechs Corona-Infizierte in Wildeshausen

Corona-Fallzahl steigt leicht an: 113 Erkrankte im Landkreis Oldenburg

Corona-Fallzahl steigt leicht an: 113 Erkrankte im Landkreis Oldenburg

Kommentare