Staugas Aktion „Essen ist fertig“ hilft umfassend

4 000 Euro für die Tafel

Die Aktion „Essen ist fertig“ ist beendet: Zum Abschluss übergaben Nicolle und Frank Stauga (r.) den Erlös an den Vorsitzenden der Wildeshauser Tafel, Gerd Aring.  
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Die Aktion „Essen ist fertig“ ist beendet: Zum Abschluss übergaben Nicolle und Frank Stauga (r.) den Erlös an den Vorsitzenden der Wildeshauser Tafel, Gerd Aring. Foto: dr
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Wildeshausen – Wochenlang durften Nicolle und Frank Stauga ihr Restaurant „Altes Amtshaus“ nicht für Gäste öffnen. Doch das Wildeshauser Gastronomenehepaar legte nicht die Hände in den Schoß, sondern kochte für Menschen, die in der Coronakrise dringend auf kostenloses Essen angewiesen waren. Rund 60 Personen kamen in Spitzenzeiten täglich an die Herrlichkeit, weitere 60 wurden beliefert. 40 Tage kochte Stauga täglich, im Anschluss bis zum 29. Mai noch zweimal die Woche.

In dieser Zeit kamen 5700 Euro an Spenden zusammen. Davon übergaben die Gastronomen am Freitag 4 005,02 Euro an den Vorsitzenden der Wildeshauser Tafel, Gerd Aring. „Von der Differenz haben wir Lebensmittel gekauft, die wir nicht gespendet bekamen“, berichtete Stauga. Zum Karfreitag servierte der Koch beispielsweise Fisch, an einem anderen Tag Lamm.

Überregionale Beachtung

„Ich finde es toll, dass die Aktion so gut gelaufen ist“, bilanzierte der Wirt, der mittlerweile wieder Gäste empfangen und bewirten darf.

Die Aktion „Essen ist fertig“ hatte sogar überregional Beachtung gefunden, weil Stauga zunächst die eigenen Vorräte zu Essen verarbeitet und dann zahlreiche Spenden bekommen hatte. So waren Fernsehteams im Auftrag der ARD und des NDR vor Ort. „Wir haben aus einer schwierigen Situation etwas geschaffen, was nur in der Gemeinschaft möglich ist“, sagte Stauga. „Die Aktion fand bei sehr vielen Menschen großen Anklang.“ Aus diesem Grund sammelte der Gastronom vor Ort und auf einem Spendenkonto Geld ein, um ergänzende Lebensmittel zu kaufen. „So konnten wir eine abwechslungsreiche Küche bieten“, berichtete er.

Tafel möchte Computer kaufen

Bei der Wildeshauser Tafel herrscht unterdessen wieder der normale Andrang. „Die Ausgabezeit wurde jedoch verlängert“, erzählte Aring. Wegen der Kontaktbeschränkungen und Hygienevorschriften sei nicht nur der zeitliche Aufwand deutlich gewachsen. Es gebe auch viel mehr zu organisieren. Von der Spende möchte der Verein neue Computer erwerben sowie notwendige Pflasterarbeiten vor der Ausgabestelle auf dem Diakoniegelände erledigen lassen. Zudem wird Geld benötigt, um die laufenden Kosten abzudecken.  dr

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