Kreisstadt wird erneut zum staatlich anerkannten Luftkurort ernannt / Shahidi: „Historischer Tag“

In Wildeshausen ist die Luft rein

Bürgermeister Dr. Kian Shahidi feierte zusammen mit Franz-Josef Sickelmann (vorne von links) von der Regierungsvertretung Oldenburg mit den Beteiligten die erneute Ernennung Wildeshausens zum Luftkurort.

Wildeshausen - Von Daniel Niebuhr· Eigentlich hätte man meinen können, der Anlass, der gestern im historischen Rathaus gefeiert wurde, müsste schon Routine für Wildeshausen sein. Die Kreisstadt wurde schließlich nicht zum ersten Mal zum staatlich anerkannten Luftkurort ernannt – die Premiere ist schon 33 Jahre her. Und doch: Man merkte allen Beteiligten an, dass der Stolz über dieses Prädikat mit der Zeit nicht weniger wird – im Gegenteil.

„Es ist ein historischer Tag, den wir hier zusammen feiern können“, verkündete Bürgermeister Dr. Kian Shahidi und zählte noch einmal die Vorzüge seiner Stadt auf: „Von den 90 Quadratkilometern Fläche hier in Wildeshausen sind 80 Prozent Grünfläche. Wer hierher kommt, merkt: Die Luft ist rein.“ Das, so Shahidi, mache sich bezahlt: „Die Zahl der Übernachtungen ist auf 90 000 pro Jahr gestiegen – das macht uns zu einer bedeutenden Touristenstadt.“

Auch Franz-Josef Sickelmann von der Regierungsvertretung Oldenburg, der die Ernennungsurkunde offiziell übergab, stimmte gern in die Lobeshymnen ein. „Wildeshausen hat es uns ganz leicht gemacht“, meinte er. „Hier herrscht kein Stillstand, hier wird weitergearbeitet.“ Die Stadt, betonte Sickelmann, sei eines der Zugpferde im Aufschwung des niedersächsischen Tourismus‘, der als Wirtschaftszweig Platz drei hinter der Automobil- und der Nahrungsmittelindustrie behauptet hat. „Das Oldenburger Land liegt mit einem Zuwachs von 14,5 Prozent bei den Übernachtungen im Jahr 2010 ganz vorne.“

Der Weg zur erneuten Ernennung zum staatlich anerkannten Luftkurort war durchaus weit. Am 26. Juni 2008 leitete der Verwaltungsausschuss ein Gutachten über die Luftqualität in der Stadt in die Wege, das ein Jahr lang dauerte. Mit eindeutigem Ergebnis, wie Sickelmann berichtet: Wildeshausen hat die Prüfung mit Bravour bestanden.“ Vor allem dank guter Arbeit, wie Shahidi ergänzte: So nähmen an den Stadtführungen der Gästeführer des Verkehrsvereins jährlich bis zu 4 500 Menschen teil – „im Tourismus sind wir gut positioniert“. Die Ernenung sei „der Höhepunkt einer kontinuierlichen Entwicklung. Das ist für uns eminent wichtig. Wir können wirklich stolz sein.“

Die Kreisstadt ist damit einer von sechs Luftkurorten im Bezirk Weser-Ems und 40 in ganz Niedersachsen. Das Prädikat wird an Orte vergeben, deren Luft und Klima der Gesundheit förderlich sind. Auch dort erwies sich Shahidi als begabter Zahlenjongleur. „Ein einziger Baum produziert pro Tag zehn bis 15 Kilogramm Sauerstoff“, rechnete der Bürgermeister vor: „Wenn ein Mensch 0,5 bis zwei Kilo verbraucht, bedeutet das: Ein Baum versorgt zehn bis 20 Menschen.“ Zum Glück gibt es in Wildeshausen erwiesenermaßen einige davon.

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