Besonderer Spaziergang durch den Freizeitpark Ostrittrum /  Erfolgreiche Saison

„Wie sieht das Wild aus, das wir essen?“

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Vorbei ging es auch am Rotwild-Gehege.

Ostrittrum - Von Andreas HenselerRaureif liegt auf den Wiesen, kleine Nebelschwaden durchziehen die Landschaft und die Sonne lacht dazu vom Himmel. Ruhe ist eingekehrt, und auf den ersten Blick ist der etwa 18 Hektar große Wild- und Freizeitpark Ostrittrum in einen Dornröschenschlaf gefallen. Doch weit gefehlt: Rund 30 große und kleine Naturfreunde unternahmen am Sonntagmorgen unter der Leitung von Thomas Riesmeier vom Freizeitpark einen ganz besonderen Spaziergang.

Im Rahmen der Wildwochen im Oldenburger Land unter dem Motto „Wild erleben – Wild genießen“ erhielt die bunt gemischte Gruppe Informationen aus erster Hand, unter anderem über Dam-, Rot- und Schwarzwild.

Vierbeiner, die sonst oft als kulinarische Köstlichkeit auf den Tellern landen, konnten Auge in Auge unter die Lupe genommen werden. „Wie sieht das Wild eigentlich aus, das man isst?“, fragte Riesmeier und lieferte den Gästen sogleich Hintergrundwissen über die Herkunft, Rasse und das Wesen der Tiere. Aber auch eine Rasse, die nicht auf den Speisekarten steht, gab es zu sehen: Das Sikawild, das in einigen Ländern Osteuropas, in Ost- und Mittelchina sowie Südtaiwan beheimatet ist. „Das wäre das Nonplusultra auf jeder Speisekarte“, schwärmte der Fachmann. Doch leider sei das Fleisch dieser Rasse viel zu teuer und würde den Rahmen sprengen.

Als „Wiederholungstäter“ war Günter Müller am Sonntag mit einer Reisegruppe aus Oldenburg dabei. „Wir waren im vergangenen Jahr auch schon hier und haben uns dann spontan dazu entschieden, eine Patenschaft für ein Tier zu übernehmen“, erzählte er. So seien er und seine Frau die Paten des Rothirsches „Rumtreiber“ geworden: „Unser Reisebus heißt nämlich auch so.“

Der Wild- und Freizeitpark hat seine Saison Anfang November beendet. Am Rande der Wildführung zogen Tanja und Thomas Riesmeier ein positives Fazit: „Wir hatten ein tolles Jahr.“ Rund 100 000 Besucher hätten sie begrüßen können. „Ein ständiger Aufwärtstrend, der jedes Jahr aufs Neue übertroffen wird“, waren sich die beiden einig. Höhepunkte des Jahres seien das Geburtstagsfest zum 35-jährigen Bestehen des Parks und der Einzug der Fischotter in ihr neues Gehege gewesen.

Je nach Wetterlage öffnet der Wild- und Freizeitpark Mitte Februar oder Anfang März wieder seine Türen. Bis dahin gibt es noch viel zu tun: Reparaturarbeiten müssen ausgeführt werden, und Landschaftspflege ist ebenso angesagt. Doch vor allem müssen die Tiere gehegt, gepflegt und gefüttert werden. „Mancher denkt, wir haben jetzt vier Monate Urlaub. Aber weit gefehlt. Es gibt viel zu tun“, sagt Riesmeier und verrät, dass neben dem Ausbau der Tierpatenschaften noch einige Überraschungen auf die Gäste im kommenden Jahr warten werden. Welche das sind, soll aber noch nicht verraten werden.

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