ADAC-Stauberater geben Reisenden an Rastanlage „Wildeshausen-Süd“ Tipps und erleben auch Kurioses

„Wie sieht es Richtung Rostock aus ?“

Die Stauberater Nils Linge, Stefan Lautsch und Rainer Wähnert beraten auch heute noch die Reisenden in ihrem ADAC-Infomobil an der Rastanlage „Wildeshausen-Süd“ in der Gemeinde Dötlingen.

Doetlingen - BUSCH (ts) · „Oh, jetzt kommt noch Stau rund um Bremen hinzu“, sagt Nils Linge und beobachtet auf dem Computerbildschirm, wie sich immer mehr grüne Bereiche auf der Straßenkarte in gelbe und rote Flächen verfärben. „Heute Mittag war noch alles Grün, jetzt geht es langsam los“, berichtet der Stauberater des ADAC, der gemeinsam mit seinen Kollegen Roger Jahn, Stefan Lautsch und Rainer Wähnert auf der A 1-Rastanlage „Wildeshausen-Süd“ Station bezogen hat.

Während zwei von ihnen regelmäßig auf ihren Motorrädern mitten ins Geschehen auf die Autobahn fahren, stehen die anderen beiden Verkehrsteilnehmern im ADAC-Mobil Rede und Antwort. „Schon nach einer Stunde waren heute die ersten zehn Autofahrer da“, berichtete Linge gestern. „Der große Ansturm wird wohl Samstag kommen, wenn die Urlauber aus Nordrhein-Westfalen in Richtung Ostsee und Skandinavien aufbrechen.“

Von 8 bis etwa 15 Uhr werden die Stauberater den Reisenden dann auch heute behilflich sein – nicht nur in Sachen Stauauskunft und Umleitungstipps. „Wir haben zum Teil auch recht kuriose Fälle“, verrät Linge. So hatten gestern zwei Damen aus Köln ein musikalisches Problem. Sie mussten immer die gleichen Lieder hören, weil sich die CD in ihrem CD-Player verhakt hatte. „Wir haben unser Bestes gegeben, konnten die CD aber auch nicht herausbekommen.“

Ganz andere Sorgen hatten zwei Holländer, die mit ihrem Toyota-Diesel aus dem Jahr 1992 nach Berlin fahren wollten und von der Umweltzone gehört hatten. „Können wir ohne Plakette unseren Campingplatz ansteuern?“, wollten sie wissen. Kurzerhand fragte Linge bei Kollegen in Berlin nach. „Denen ist kein Campingplatz bekannt, der in dem Umweltzonenbereich liegt“, informierte der Stauberater und wünschte beiden viel Glück. „Oft helfen wir bei Kleinigkeiten, die für die Fahrer aber viel wert sind“, sagt Linge. So fährt einer der Stauberater auch schon mal mit dem Motorrad los und holt ein Handy, das an der letzten Raststätte vergessen wurde, ab. „Das machen wir gerne.“

Viele wollen aber einfach nur wissen, ob und wo gerade Stau ist – wie beispielsweise Holger Kern. „Wie sieht es denn Richtung Rostock aus?“, steckt er fragend seinen Kopf durch die Tür des ADAC-Mobils. „Vor einer halben Stunde hätten sie noch Glück gehabt“, antwortet Linge. „Jetzt haben wir stockenden Verkehr rund um Bremen und drei Kilometer Stau zwischen Bremen und Hamburg.“ Das gehe noch, meint Kern, der aus der Nähe von Koblenz stammt und nach Rügen möchte. „Ein Umfahren lohnt sich noch nicht – also schnell rein in den Stau, ehe er noch länger wird.“

Umleitungsstrecken seien erst bei richtig großen Staus sinnvoll, so Linge, der manchen Reisenden in solchen Fällen sogar rät, wenn die Zeit es zulässt, noch ein wenig die Umgebung, beispielsweise Wildeshausen, zu erkunden – bis die Verkehrslage sich beruhigt hat. „Da habe ich ein paar gute Tipps auf Lager“, meint Linge, während Jahn auf seinem Motorrad beim ADAC-Mobil vorfährt. Viel gab es gestern für den mobilen Stauberater noch nicht zu tun. Die Zeiten, in denen er im Stau Stehenden, denen das Wasser oder Benzin ausgegangen ist, hilft, werden aber kommen – vielleicht schon heute, wenn Nordrhein-Westfalen in den Urlaub fährt.

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