Neue Bushaltestelle gegenüber „famila“ in Wildeshausen / Ohne Auto sonnabends zum Shoppen

Zum Westring statt nach Wechloy

Helmut Fokkena, Frank Eger, Dr. Kian Shahidi, Jens-Uwe Carstens und Maik Ehlers (v.l.) freuen sich über das neue Busangebot für Wildeshausen.

Wildeshausen - (ck) · Vor kurzem fuhr Helmut Fokkena mit geschultem Blick durchs Gebiet entlang des Wildeshauser Westrings. Als der Regionalleiter des Verkehrsbetriebs „Weser-Ems-Bus“ sah, was sich dort an Einzelhandel und Gewerbe entwickelt hatte, stand sein Entschluss fest: Ab 28. November steuern die Busse des „Hunte-Sprinters“ zunächst nur sonnabends die neue Haltestelle am gerade eröffneten „famila“-Neubau an – um 8.35 Uhr, 9.35 Uhr, 12.35 Uhr, 14.35 Uhr und 16.35 Uhr. „Herzlichen Glückwunsch an die Stadt für das, was sich am Westring entwickelt hat“, gratulierte Fokkena gestern Bürgermeister Dr. Kian Shahidi.

Der Chef der Stadtverwaltung freute sich ebenso über das neue Nahverkehrsangebot: Für uns war es selbstverständlich, dass wir dieses Projekt auch finanziell mit unterstützen. Diese Route zum Shoppen für weniger mobile Menschen „trägt sicher zur Entwicklung der Stadt und der dort ansässigen Betriebe bei“. Und sollten Fahrgäste von außerhalb nun erstmals die Kreisstadt und auch deren Zentrum ansteuern, „erkennen sie auch andere Potenziale und haben vielleicht den Wunsch, sich hier fester zu verankern“.

Der finanzielle Aufwand hielt sich jedoch in Grenzen, wie Fokkenas Kollege Jens-Uwe Carstens und Maik Ehlers vom Landkreis Oldenburg erläuterten: „Wir haben an der Haltestelle lediglich ein Schild aufstellen müssen“, berichtete Carstens. Und Ehlers bezifferte den Zusatz-Weg in der Linienführung „auf jährlich nur 1 000 Kilometer“. Dafür konnte er zuletzt einen Anrufer beruhigen, der sich über die dürftige Anbindung von Dötlingen zum Westring beklagte: „Er meinte, dass er mit dem Bus besser nach Wechloy als zum Westring käme – das ist nun nächste Woche vorbei.“

Anhand des Rückfahrplans, der anders auf dem Hinweg nicht mehr die innerstädtischen Haltepunkte anläuft, zeigt sich die Zielgruppe: „Menschen aus Neerstedt, Aschenstedt und Huntlosen ohne eigenes Auto haben in ihren Orten keinen größeren Markt, kommen ohne Bus aber auch nicht weg“, unterstrich Landrat Frank Eger. Der Landkreis stehe aber zunehmend im Wettbewerb mit den kreisfreien Städten – auch bei der Ansiedlung von Bürgern: „Die Zeiten des automatischen Bevölkerungsanstiegs sind vorbei. Und öffentlicher Nahverkehr ist ein wichtiger Standortfaktor.“ Nun hätten die Bürger aus den umliegenden Orten eine neue Alternative. Fokkena ergänzte: „Es ist ein kleiner Schritt zum Anfang, aber wenn das Angebot angenommen wird, wollen wir es ausbauen und verbessern.“ Alle Fahrpläne unter:

http://www.weser-ems-bus.de

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