Nach Absage der Wittekind-Schau erntet der HGV auch Verständnis / Jetzt wird in Ruhe analysiert

„Werden neue Konzepte prüfen“

Vor drei Jahren war die Wittekind-Schau gut besucht, nun hatten zu wenig Aussteller Interesse. Archivfoto: Rohdenburg

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Lediglich knapp 60 Anmeldungen gab es für die geplante Wittekind-Schau im April. Das waren 30 Prozent weniger als vor drei Jahren, und diese schlechte Resonanz bewog das Orga-Team, Andreas Brümmer und Timo Hoffmann, sowie den HGV-Vorstand und -Beirat dazu, die Schau im Vorfeld abzusagen (wir berichteten).

„Der Entschluss ist uns nicht leicht gefallen“, erklärten Hoffmann und Brümmer gestern. „Wir bedanken uns bei allen HGV-Mitgliedern, die sich bereits angemeldet haben und werden sie über die Absage informieren.“

„Am Preis lag es nicht, dass sich weniger Aussteller gemeldet haben“, so Brümmer. Auch wäre die Fläche für weniger Aussteller nicht teurer gewesen. Aber leider habe es über alle Branchen hinweg weniger Bewerber gegeben.

„Schon vor drei Jahren“, berichtete HGV-Vorsitzender Bernhard Block, „funktionierte das Konzept nicht mehr so gut. Aber alle Aussteller waren so begeistert, dass wir mit diesem Rückenwind eine neue Auflage starten wollten.“

Doch die Zahl der Anmeldungen blieb gering, auch dann, als das Orga-Team noch mal alle Aussteller der vergangenen Wittekind-Schau anrief und nachfragte. „Viele haben gesagt, dass ihre Auftragsbücher voll sind oder dass die Schau genau in den Abrechnungszeitraum fällt“, so Timo Hoffmann. An dem recht frühen Termin im Jahr könne die Zurückhaltung kaum liegen. „Für Autohäuser oder Gärtnereien zum Beispiel geht die Saison im April erst richtig los.“

Da es sich bei der kommenden Leistungsschau um die zehnte gehandelt hätte, wollten die Organisatoren eine besonders gute Veranstaltung auf die Beine stellen. Mit zu wenig Ausstellern, so die Befürchtung, wäre das nicht gelungen. Überhaupt müsse sich der HGV nun Gedanken machen, wie es weitergehen solle. „Wir werden aufarbeiten, was nicht so gut gelaufen ist“, kündigte Block an. „Dann werden wir neue Konzepte prüfen.“ Über Ideen wolle man aber noch nicht sprechen. „Es ist ein Schwebezustand.“

Vor drei Jahren waren 5 500 bis 6 000 Besucher auf den Platz vor der Fun-Factory gekommen. Ursprünglich war die Schau 1986 mit 60 Ausstellern auf dem Gilde-Platz in der Innenstadt gestartet. Zeitweise standen die Zelte an der Bargloyer Straße, seit 2005 dann vor der Diskothek. Während des Neujahrsempfangs wurde durchaus Verständnis für den HGV geäußert. „Es wird die richtige Entscheidung gewesen sein“, sagten einige der Besucher.

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