Viertklässler in Neerstedt lernen komplexes Klima- und Energiesystem kennen

Wenn die Erde Fieber hat...

+
Ammelie Senß (17) begleitete die Forschung der neunjährigen Wissenschaftler Leon, Jördis, Finn und Lucia aus der Klasse 4b an Station 4: Solarthermik und Sonnenkollektoren.

Neerstedt - Von Marvin Köhnken. Dass Strom nicht gleich Strom ist und Energie nicht einfach so aus der Steckdose fließt, ist für die Schüle der Grundschule Neerstedt selbstverständlich – Fächerübergreifend vermitteln die Pädagogen den Kindern die Themen Klima und Energie.

Jetzt entdeckten die Klassen 4a und 4b die regenerativen Energien der Sonne, des Wassers und des Windes an der Seite von Mitarbeitern des Regionalen Umweltzentrums Hollen (RUZ).

Seit 2009 engagiert sich die Neerstedter Schule als zertifizierte Umweltschule verstärkt im ökologischen Bereich. In der Unterrichtseinheit „Strom“ hatten die Schüler der 4b gestern die Aufgabe, das Klima- und Energiesystem der Erde zu verstehen und anhand von Experimenten selbst zu erleben.

An sieben Versuchs-Stationen standen die Wirkungsweisen der jeweiligen Energiequellen im Fokus. Zuvor hatten sich die jungen Wissenschaftler bereits mit dem Treibhauseffekt auseinander gesetzt. Das Ziel war, die Welt als ein komplexes Ganzes zu begreifen und dadurch in Zukunft umweltbewusster zu handeln.

An der Seite von Ammelie Senß (17) und Alexander Stegmann (18), die zurzeit ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im RUZ absolvieren, war Ingrid Berghaus in die Schule gekommen, um die Kinder spielerisch für das Thema zu sensibilisieren. Das Team vom RUZ-Lernstandort Huntlosen betonte die vielfältigen Möglichkeiten, die jeder einzelne Mensch hat, um seine Umwelt mit vielen kleinen Handlungen zu fördern.

„Wir stellen den Kindern die Frage, was zu tun ist, wenn die Erde Fieber hat“, erläutert Berghaus das Konzept hinter den rund vierstündigen Lerneinheiten in Neerstedt. „In ein Forscherheft können die Schüler die Ergebnisse ihrer Versuche eintragen“, berichtet sie. Durch das eigenständige Experimentieren würde der „Aha-Effekt“ an den Stationen dafür sorgen, dass viele Inhalte verinnerlicht würden, so Berghaus.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Werner krönt Leipzigs Premiere: Sieg bei Tottenham Hotspur

Werner krönt Leipzigs Premiere: Sieg bei Tottenham Hotspur

Biathlon-WM 2020: Die besten Bilder aus Antholz

Biathlon-WM 2020: Die besten Bilder aus Antholz

Bomben, Kälte, Hunger: Syrien erlebt neues Flüchtlingsdrama

Bomben, Kälte, Hunger: Syrien erlebt neues Flüchtlingsdrama

Das BMW 2er GranCoupé im Test

Das BMW 2er GranCoupé im Test

Meistgelesene Artikel

Schulleiter Jan Pössel: „Die tägliche Arbeit wird anspruchsvoller“

Schulleiter Jan Pössel: „Die tägliche Arbeit wird anspruchsvoller“

Mehr als Blumen braucht es nicht

Mehr als Blumen braucht es nicht

„Ausbildungsreader“ gibt Orientierung

„Ausbildungsreader“ gibt Orientierung

Zu viel Gülle ausgefahren: Landwirt muss 6.000 Euro Strafe bezahlen

Zu viel Gülle ausgefahren: Landwirt muss 6.000 Euro Strafe bezahlen

Kommentare