EWE ermöglicht Feuerwehren Gasbrandübung im großen Stil

Wenn der Boden brennt

Auch die EWE Mitarbeiter versuchten sich in der Gasbrandbekämpfung. ·
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Auch die EWE Mitarbeiter versuchten sich in der Gasbrandbekämpfung. ·

Wildeshausen - Erdgas ist ein nicht mehr wegzudenkender Energieträger. Sauber, sicher und zuverlässig sorgt es für warme Wohnungen und leckere Mahlzeiten. Und doch kommt es immer wieder zu Störungen im Leitungsnetz. Brände oder gar Explosionen in diesem Bereich können die Feuerwehren nur in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Energieversorgern bewältigen.

Die EWE ermöglichte am Mittwochabend den Einsatzkräften der Feuerwehren Düngstrup und Wildeshausen eine Ausbildung bei Gasbränden. Dazu hatten die Techniker des Energieversorgers um Bezirksmeister Andreas Wennmann eine Grasfläche an der Krandelstraße gegenüber dem geplanten Standort des neuen Feuerwehrhauses präpariert. Im Boden war ein spezielles Rohrstück eingebaut worden, das durch seine Perforation Gas ausströmen ließ. Gesteuert wurde die Vorrichtung von Wennmanns Stellvertreter Klaus Hoffmann. Nur ein leises Zischen war hörbar – ein erstes Anzeichen für ausströmendes Gas. Als Wennmann eine Flamme an die geschotterte Fläche hielt, brannte urplötzlich der Boden.

Ein Trupp der Feuerwehr Wildeshausen versuchte zunächst, mit einem B-Strahlrohr den Gasbrand zu löschen. Doch durch die stark erhitzten Kieselsteine und das stetig nachströmende Gas entzündete sich die Fläche immer wieder. Auch beim Einsatz von Schaummitteln bestand jederzeit die Gefahr einer Rückzündung, ebenso beim Einsatz von Pulverlöscher. Neben Feuerwehrleuten aus Wildeshausen und Düngstrup versuchten sich auch Mitarbeiter der EWE an den Feuerlöschern.

„Sofern keine Gefahr für Menschen oder die direkte Umgebung besteht, sollte man das Gas kontrolliert brennen lassen“, erklärte Maik Bäcker. Der Diplom- Ingenieur ist bei der EWE für das Netzmanagement zuständig und zugleich in der Freiwilligen Feuerwehr Wardenburg aktiv. Solange die Flamme lodert, sieht man, wo das Gas ausströmt. Erdgas ist leichter als Luft und verdrängt zudem den Sauerstoff. Mit 800 Millibar strömt das Gas durch die Hausanschlussleitungen. Wer in seinem Haus Gasgeruch wahrnimmt, sollte sofort die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 informieren. Wobei das Telefonat draußen geführt werden sollte, um keine Explosionsgefahr hervorzurufen. · msi

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