Gemeinde Großenkneten sucht nach größeren Räumen in Ahlhorn

Zu wenig Platz für die Essensausgabe der Tafel

600 Essensbeutel verteilen die freiwilligen Helfer der Tafel Woche für Woche im Dorfgemeinschaftshaus. · Archivfoto: Schmidt
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600 Essensbeutel verteilen die freiwilligen Helfer der Tafel Woche für Woche im Dorfgemeinschaftshaus. · Archivfoto: Schmidt

Ahlhorn - Die Ausgabestelle der Wildeshauser Tafel in Ahlhorn stößt an die Grenzen ihrer Kapazitäten. Seit einigen Wochen ist die Nachfrage dermaßen groß, dass Peter Krönung, Vorsitzender der Tafel, verzweifelt nach einer Lösung sucht. „Im Dorfgemeinschaftshaus stehen uns für die Essensausgabe 60 Quadratmeter zur Verfügung. Realistisch betrachtet bräuchten wir etwa 300 Quadratmeter“, erläuterte er gestern im Gespräch mit unserer Zeitung.

Unterstützung bekommt Krönung durch die Gemeindeverwaltung Großenkneten. „Bürgermeister Thorsten Schmidtke und sämtliche Ratsfraktionen bemühen sich intensiv darum, eine neue Bleibe zu finden“, so Krönung. Das Problem: In Ahlhorn gibt es nur wenige bis gar keine Gebäude, die den Ansprüchen der Tafel genügen könnten. Die Lage sollte aufgrund der Diskretion nicht allzu zentral, aber aus praktischen Gründen auch nicht zu abgelegen sein. Benötigt werden außerdem Sanitäranlagen und Räume für die Kühlung der Lebensmittel.

Jede Woche verteilen freiwillige Helfer in Ahlhorn etwa 600 Essensbeutel an bedürftige Menschen. Zur Eröffnung der Ausgabestelle im Dorfgemeinschaftshaus konnte niemand ahnen, dass die Nachfrage derart groß sein würde. „Für mich ist diese Entwicklung ein Hinweis darauf, dass in der Gemeinde Großenkneten viele Menschen am Rande des Existenzminimums leben“, so Carsten Grallert, Mitglied der Gruppe „Unabhängige“ im Gemeinderat. Gemeinsam mit seinem Gruppen-Kollegen Henrik Abeln stattete er der Tafel vor kurzem einen Besuch ab. „Der Wunsch nach größeren Räumen ist gerechtfertigt“, zogen die beiden Politiker anschließend ein Fazit. Erschreckend sei die Erkenntnis, dass nicht nur Bezieher von Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld, sondern auch Rentner und sogar Vollzeitbeschäftigte auf die Hilfe der Tafel angewiesen seien. Ein klarer Hinweis auf eine gesellschaftliche Fehlentwicklung, warnten Grallert und Abeln.

Krönung zeigte sich dennoch zuversichtlich. Er habe die Hoffnung, dass der Umzug in Kürze in Angriff genommen werden könne. „Wer eine Idee hat, kann sich gerne melden“, sagte er. Die Tafel freue sich über jegliche Unterstützung.

Zu dieser Gelegenheit hoben Grallert und Abeln das Engagement der ehrenamtlichen Helfer hervor. „Wir können nur Danke sagen und weiterhin unser Bestes dafür geben, damit die Raumprobleme schnell gelöst werden.“ · js

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