32 Bewohner aus dem Landkreis erhielten feierlich ihre deutsche Staatsbürgerschaft

Weltoffenheit als Standortfaktor

Die Spitzen der Kreisverwaltung und Vertreter der drei größten Kreistagsparteien freuten sich mit den Neubürgern über ihren großen Tag.

Landkreis - (ck) · Christian Wolf vermisste seinen „Chef“ am Mittwochabend überhaupt nicht. Der Rechtsdezernent des Landkreises Oldenburg begrüßte in Vertretung des verhinderten Landrats Frank Eger die 32 Männer, Frauen und Kinder aus zehn verschiedenen Herkunftsstaaten zur Feierstunde im Kreishaus, um ihnen die Dokumente ihrer deutschen Staatsbürgerschaft auszuhändigen. „Und ich freue mich, dass Herr Eger gerade verhindert ist, denn so darf ich dies heute übernehmen, und ich tue es sehr gern“, unterstrich Wolf.

Ausdrücklich dankte er allen, die sich mit dem Wunsch nach einem neuen Pass den Hürden der Bürokratie gestellt hatten: „Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sind ein integraler Bestandteil unserer Lebenswelt. Dieses Bewusstsein gilt es zu stärken, denn wir können stolz sein auf die Vielfalt in unserem Landkreis und auch im Land“, unterstrich der Dezernent.

Die Herkunftsländer der am Mittwoch im Mittelpunkt stehenden Menschen – Irak, Iran, Türkei, Russland, Polen, Nigeria, Ukraine, Kosovo, Litauen und Vietnam – stünden auch für unterschiedliche Kulturen. „Dies, aber auch jeder einzelne von Ihnen, ganz gleich, woher er kommt oder welchen Ausbildungsgrad er besitzt, macht uns hier im Landkreis Oldenburg reicher“, stellte Wolf heraus. Ausdrücklich bat er alle darum, die eigenen Wurzeln nicht aufzugeben, sondern weiter an der Integration zu arbeiten.

Die Entscheidung, Deutsche zu werten, erachtete der Dezernent als großen Vertrauensbeweis, „über den wir uns sehr freuen“.

Auf Dauer sei keinem Staat und keiner Demokratie damit gedient, wenn seine Bürger unterschiedliche Rechte und Pflichten hätten. „Von daher ist es ein Gebot der Stunde, Integration und Einbürgerung zu fördern“, forderte er. Gerade im Zuge der Globalisierung sei Weltoffenheit ein Standortfaktor.

Im Landkreis Oldenburg sollten sich alle Bürger wohlfühlen – nicht nur deutsche, sondern auch ausländische. Daher rief er die Anwesenden dazu auf, von ihren Rechten – unter anderem dem Wahlrecht – Gebrauch zu machen: „Haben Sie keine Berührungsängste! Bringen Sie sich ein und mischen Sie sich ein!“ An dieser Stelle begrüßte Wolf ganz besonders drei Kreistagspolitiker, die sich die inzwischen elfte Einbürgerungsfeier im Landkreis nicht entgehen lassen wollten: Hannelore Hunter-Roßmann (SPD), Christa Plate (CDU) und Erwin Kohlwey (FDP). Sie, die anderen Kreistagskollegen, aber auch die Mitarbeiter der Kreisverwaltung und in den Rathäusern der jeweiligen Gemeinden stünden den Neubürgern jederzeit mit Rat und Tat zur Seite – nicht nur die Integrationsbeauftragte Dorothea Debbeler im Kreishaus. „Sollten Sie Hilfe brauchen, wir und die Gemeinden haben für Sie immer ein offenes Ohr“, versprach Christian Wolf.

Zunächst gab's für alle Ohren aber Musik: gesanglich von Elisabeth Saathoff und Gerlinde Plate zur Begleitung von Rafael Jung als Leiter der Musikschule des Landkreises, den Wolf als „unser musikalisches Allzweckmittel“ bezeichnete. Allen drei Akteuren überreichte er Präsente.

Süße Geschenke gab's für die Kinder aus den Reihen der Neubürger. Auch dies hatten Monika Gruschke und Regina Bollhagen aus der Einbürgerungsbehörde des Landkreises organisiert – wie die komplette Feier im vorweihnachtlichen Ambiente.

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