Infotafeln an den Kleinenkneter Steinen eingeweiht / Ziel ist ein Museum

Ein weiterer Schritt zum Urgeschichtlichen Zentrum

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Zwei große Infotafeln wurden gestern im Bereich der Kleinenkneter Steine vorgestellt. ·

Wildeshausen - Die Kooperation zwischen dem Verein Urgeschichtliches Zentrum Wildeshausen (UZW) und der „Straße der Megalithkultur“ läuft gut an. Am Ende, so die Hoffnung der Wildeshauser, soll ein Zentrum in der Kreisstadt stehen.

Gestern wurde erst einmal im Kleinen gezeigt, was vielleicht bald auch im Großen klappt: die reibungslose Zusammenarbeit. Denn im Beisein von Bürgermeister Kian Shahidi, Rolf Eilers (Geschäftsführer des Naturparks Wildeshauser Geest), Christa Plate, Stefan Mahl-stede (beide Vorstand UZW), Kerstin Bruns (Verkehrsbüro), Regina Dörrie (Leiterin des Niedersächsichen Forstamtes Ahlhorn) und Dr. Bernd Rothmann (Beauftragter für archäologische Denkmalpflege im Landkreis) konnten Susanne Wahlig von der „Straße der Megalithkultur“ und UZW-Vorsitzende Svea Mahlstedt zwei Informationstafeln über die Kleinenkneter Steine einweihen. „Wir haben die Schilder im Design der ‚Straße der Megalithkultur‘ angefertigt“, so Mahlstedt. Denn es sei wichtig, die Kleinenkneter Steine in das Gesamtkonzept einzubinden.

Dank einer Zuwendung (6 000 Euro) der Hans-Georg und Simone Willers-Stiftung konnten die Schilder angeschafft werden. Sie informieren nun über die alten Grabanlagen, zeigen aber auch auf, wo weitere interessante Denkmäler zu finden sind. „Die Aufschrift ist auch in englisch und niederländisch verfasst, damit Touristen aus dem Ausland sie lesen können“, so Svea Mahlstedt.

Susanne Wahlich erinnerte daran, dass bereits vor über zwei Jahren die „Straße der Megalithkultur“ in Wildeshausen ausgewiesen wurde. „Die Zusammenarbeit verläuft ganz toll.“ Ziel sei es, nicht nur die Hauptroute auszuweisen, sondern auch eine Radroute auszuschildern. „Wir wollen die Strecke als europäische Kulturstraße anerkennen lassen.“

„Es handelt sich hier um einen faszinierenden Standort“, betonte Rolf Eilers. „Einerseits haben wir hier restaurierte Gräber, und gleich nebenan liegt mit dem Pestruper Gräberfeld eine in Europa einmalige Grabanlage. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal.“ Von daher stimmte er Bürgermeister Shahidi in dem Bestreben zu, alles tun zu wollen, um Wildeshausen als einen von fünf Premium-Standorten auszubauen. „Dafür gibt es eine große Akzeptanz.“

Noch aber ist nicht klar, wo in Wildeshausen in Nähe des Gräberfeldes ein Urgeschichtliches Zentrum entstehen könnte. Auch weiß noch niemand, wo das Geld herkommen soll. „Aber stetiger Tropfen höhlt den Stein“, sagt Christa Plate. Und irgendwann könne die Kreisstadt mit einem Museum glänzen. · dr

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