Koordinierungsstelle „Frauen und Wirtschaft“ gibt Chronik heraus / Mit Machern der ersten Stunde

Weiterbildung eng am betrieblichen Bedarf

Die Kreisgleichstellungsbeauftragte Dr. Ina-Maja Lemke-Hadick und ihre Delmenhorster Kollegin Petra Borrmann, Margrit Welzel (DGB) und KOS-Leiterin Claudia Körner-Reuter (vorn v.l.) präsentierten mit Landrat Frank Eger und Klinik-Chef Hubert Bartelt (stehend v.l.) die Chronik.

Landkreis - (ck) · Einige erfolgreiche Qualifizierungskurse liefen bereits im Wildeshauser Krankenhaus Johanneum – angeboten von der „Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft“ (KOS), mitkonzipiert von der Klinik nach ihren eigenen Bedarf.

Einige Absolventinnen aus diesen zertifizierten Seminaren – etwa zur Assistentin in der Pflege – hat Verwaltungsdirektor Hubert Bartelt bereits in seinen Personalbestand integriert. „Gäbe es diese speziell auf uns und aufs Altenzentrum Alexanderstift zugeschnittenen Weiterbildungen nicht, wäre es deutlich schwieriger, geeignete Kräfte zu finden“, umschrieb Bartelt die erfolgreiche Kooperation zwischen der KOS und dem Krankenhaus, das von Anfang an zu den Mitgliedern des überbetrieblichen Verbunds zählte.

Der Klinik-Chef steht als Vorsitzender an der Spitze des Verbunds. Gestern fand er sich mit Foto und Textbeitrag in der Chronik zum zehnjährigen Bestehen der Koordinierungsstelle wieder – ebenso wie alle weiteren Frauen und Männer der ersten Stunde, die sich für dieses Projekt zur Frauen-Förderung sowie die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf einsetzten.

Inzwischen hat die KOS zwar schon den elften Geburtstag hinter sich, aber „gut Ding will Weile haben“ – und die Image-Broschüre

n„Wir sind sehr

nlebendig“

über die bisherige Erfolgsbilanz kann sich sehen lassen.

Ebenso wie die Zahlen: 66 Firmen, Behörden und Einrichtungen zählen zum überbetrieblichen Verbund der

Koordinierungsstelle – eine von inzwischen 20 im Land, aber „die einzige mit einem als gemeinnützig eingetragenen Verein“, betonte Kreisgleichstellungsbeauftragte Dr. Ina Maja Lemke-Hadick, gleichzeitig zweite stellvertretende Vorsitzende in diesem Zusammenschluss, dem unter anderem auch Handwerkskammer und Kreishandwerkerschaft angehören. „Ohne solche großen Mitglieder wäre uns die Akquise neuer Verbundpartner sicher schwerer gefallen“, ahnte Lemke-Hadick. Aber ebenso dankte sie Landrat Frank Eger als Vorsitzendem des Trägervereins, der bei vielen Firmen für einen Beitritt warb.

Der wiederum gab die Blumen gern an die ehemalige Frauenbeauftragte des Landkreises, Hildegard Kornemann, und die einstige Kreistagsabgeordnete Elke Schnitger weiter: „Ohne sie wäre dieser Weg steiniger gewesen, als er sich letztlich herausgestellt hat.“ Inhaltlich sei damals die Schaffung einer solchen Anlaufstelle zur Beratung über berufliche Qualifikation „unumstritten“ gewesen, erinnerte sich der heutige Verwaltungschef. Das Land zahle von Anfang an Zuschüsse – und sichere diese auch bis mindestens für diese Förderperiode bis Ende 2013 zu. Nicht nachvollziehen konnte Eger aber die angestrebte Streichung der Abteilung „Frauen“ des niedersächsischen Sozialministeriums – weil die bisherige Referatsleiterin in Pension gehe: „Hier hatten wir bisher immer eine feste und gute Ansprechpartnerin.“

Doch deshalb steht die Zukunft der Koordinierungsstelle nicht auf der Kippe, wie deren Leiterin Claudia Körner-Reuter klarstellte: „Wir sind sehr lebendig, und gerade in diesen Zeiten der Krise ist es wichtig, sich um Dinge wie Weiterbildungen zu kümmern.“ Das Kursprogramm unterliege ständiger Selbstüberprüfung mit Blick auf Bedarf und Interesse.

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