Sitzung des Stadtrates / Diskussion über Kassenbereich des Hallenbades

„Wehret den Anfängen“

Wildeshausen - Ganztagsschulbetrieb an den Grundschulen, Ausrichtung des Schaffermahls, Hallenbad und mehr – mit einigen wichtigen Themen hatte sich der Wildeshauser Stadtrat am Donnerstag (wir berichteten) zu befassen. Die Entscheidung zu den Ganztagsschulen steht noch aus.

Bislang wurden intensive Arbeitsgespräche mit den Grundschul-Leiterinnen geführt. In diesem Zusammenhang wurden auch einige Ganztagsschulen besucht. Die Verantwortlichen kamen jedoch zu dem Ergebnis, dass es geboten erscheint, einen Ganztagsschulbetrieb im Primarbereich nicht bereits zum Schuljahresbeginn 2014/15 zu beantragen.

„Ganztagsschule geht nur gemeinsam mit Schule und Politik. Es ist keine reine Ratssache. Wenn wir jedoch einsteigen, dann muss festgelegt werden, dass der Betrieb auch fundiert ist“, betonte Markus Grünloh (UWG). Einstimmig sprach sich der Rat dafür aus, dass die Verwaltung die Eltern informieren und Hintergründe erörtern soll. Zudem soll der Bedarf ermittelt werden. Nach anschließenden Beratungen in den Gremien wird eine Elternberatung auf den Weg gebracht.

Bei fünf Gegenstimmen sprach sich der Stadtrat dafür aus, für das neue Hallenbad eine teilzeit personenbesetzte Kasse technisch vorzubereiten. Erneut plädierte Manfred Rebensburg (Grüne) für einen Kassenautomaten, um Geld zu sparen. Nach dem Motto „Wehret den Anfängen“ stellte er klar, dass es wichtig sei, mit den Kosten für das neue Bad bei 7,3 Millionen Euro zu bleiben: „Warum sollen wir nicht versuchen, das Bad noch günstiger zu bauen. Ein Kassenbereich ist ein kleiner Anfang dafür, mehr Geld auszugeben.“

„Erst die fünfte Schwimmbahn und jetzt auch noch eine besetzte Kasse. Wir erliegen dem süßen Gift des Geldausgebens“, betonte Traute Sandkuhl (Grüne). Evelyn Goosmann (SPD) machte deutlich, dass sich dieser Beschluss lediglich auf die Vorbereiting eines Kassenbereichs beziehe, um zum Beispiel schon die Kabel zu verlegen.

Einstimmig war die Entscheidung, das Nutzungskonzept in den zuständigen Fachausschuss zur weiteren Beratung zurück zu verweisen. Ebenfalls sprach sich der Rat einstimmig dafür aus, dass die Tarifstruktur des Bades sowie die Höhe des Eintrittsgeldes in der zweiten Jahreshälfte 2013 in den Gremien diskutiert werden sollen.

Bei elf Gegenstimmen und zwei Enthaltungen sprach sich der Rat dafür aus, dass die Verwaltung in Abstimmung mit Vertretern der Gilde den Entwurf einer Vereinbarung zwischen Stadt und Gilde erstellt. Darin soll geregelt werden, wer für die Ausrichtung des Schaffermahls und für die Einladung des Festredners zuständig ist. Dieser Entwurf soll in den Gremien erneut beraten und im Rat beschlossen werden.

Nicht abgestimmt wurde über den Antrag der „Linken“, wonach die Verwaltung Frauen motivieren sollte, sich für die Bürgermeisterwahl zu bewerben. Hier hatte der Verwaltungsausschuss jedoch auf Nicht-Beratung entschieden. · jd

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