Auszeichnung für Martina Noske

Viel Lob und eine goldene Ehrennadel für den „Dino“

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Bürgermeisterin Martina Noske (vorne, Mitte) im Kreise ihrer Amtskollegen und Mitglieder des kommunalen Arbeitskreises. Marco Trips, Präsident des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes (vorne, rechts), würdigte ihre jahrzehntelange Arbeit. 

Wardenburg - Sie habe sich eigens gewünscht, dass der Präsident des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes (NSGB) diese Ehrung übernimmt, sagte Martina Noske. Und tatsächlich: Marco Trips hat die Wardenburger Bürgermeisterin am Montag mit der goldenen Ehrennadel für ihre 25-jährige Tätigkeit als Gemeindedirektorin und Bürgermeisterin ausgezeichnet.

Doch die Vorbereitung, verriet Trips eingangs der Sitzung des Hauptarbeitskreises des Kreisverbandes Oldenburg im NSGB, habe sich recht kompliziert gestaltet. Denn seine Bitte an die Gemeinde Wardenburg, ihm einige Angaben zum Lebenslauf und Werdegang Noskes zuzusenden, sei nur höchst knapp beantwortet worden: Lediglich zwei Daten mailten die Wardenburger nach Hannover – mit Hinweis auf die seit Mai gültige Datenschutzgrundverordnung. Schade, so Trips, denn der Städte- und Gemeindebund führe keine Datenbank über die rund 15.000 Hauptverwaltungsbeamten und Ratsmitglieder in Niedersachsen. Immerhin: „Daraus habe ich schließen können, dass Sie hier Bürgermeisterin sind – und das schon ziemlich lange“, scherzte der Präsident. Das antwortende Lachen nicht nur der Geehrten, sondern der Bürgermeister, Verwaltungsbeamten und Ratsleute, die an der Sitzung im Wardenburger Hof teilnahmen, gab ihm sofort recht.

Doch soviel habe er dann doch recherchieren können, sagte Trips: Noske hat 1977 ihre Ausbildung begonnen, ist seit 1991 bei der Kommune beschäftigt, war dort von 1993 bis 2005 Gemeindedirektorin (zuvor Stellvertreterin) und ist seit Juli 2005 Bürgermeisterin in Wardenburg. „Das ist eine irre lange Zeit“, konstatierte er. „Das bedeutet unzählige Ratssitzungen und ständige Arbeit vor Ort.“ Fünf männliche Mitbewerber habe Noske im Wahlkampf aus dem Feld geschlagen, das sei ebenfalls sehr beeindruckend.

„Unbedingte Verfechterin kommunaler Interessen“

Doch kenne er die Wardenburgerin aus der gemeinsamen Arbeit für den Verband: Seit 2003 ist Noske Vizepräsidentin des NSGB, zuvor war sie bereits Mitglied des Präsidiums. „Sie ist eine unbedingte Verfechterin der kommunalen Interessen“, lobte der Verbandsvorsitzende, „und in der Diskussion jemand, der nicht nur mitläuft, sondern auch mal dagegen argumentiert.“

Und das nicht etwa als „Querulantin“, sondern „freundlich, fröhlich, motivierend und aufbauend“ sei ihr Engagement: „Genau die Leute, die wir brauchen“, befand Trips. Noske sei jemand, die stets am Ball bleibt, sich durch kontinuierliche Sacharbeit zum Wohle aller Einwohner auszeichne – und das sei in Zeiten von „Fake News“ und aufflackernder Hysterie im Land besonders wertvoll.

Ganderkesees Bürgermeisterin Alice Gerken schloss sich dem Lob ihres Vorredners an: „Liebe Martina, alle in der Runde haben dich als vermittelnd kennen und schätzen gelernt.“ Die Sachthemen standen dabei immer im Mittelpunkt, die Gemeinde war fest im Blick. Selbst, wenn das Persönliche dabei zurückstehen musste.

Nicht immer lief alles leicht

Als Bürgermeisterin habe Noske es nicht immer leicht gehabt: „So manche Steine sind Dir in den Weg gelegt oder geschmissen worden.“ Dennoch habe sie die Arbeit mit viel Herzblut, Engagement und Disziplin erledigt. Dann überreichte Gerken ihrer Amtskollegin ein gemeinsames Geschenk des Arbeitskreises: Ein Gutschein für einen Kurzurlaub auf Langeoog.

Die Geehrte bedankte sich für das viele Lob. „Es ist gut, euch als Unterstützer zu haben, und auch, dass ihr mich als,Seniorin’ mittragt“, gab sie die Komplimente an ihre Kollegen im kommunalen Arbeitskreis zurück. Abschließend verriet sie dem prominenten Gast aus Hannover dann noch den Spitznamen, den ihr der Arbeitskreis im Laufe der Zeit gegeben hat: „Dino.“ 

fra

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