Streit um Zentralort-Status für Hundsmühlen

Wardenburg widerspricht Kreis

Wardenburg - Genügen 2817 Einwohner in Hundsmühlen und 1359 in Tungeln, um einen Zentralort im Sinne des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) zu bilden? Die Gemeinde Wardenburg ist der Meinung, es reicht, der Landkreis Oldenburg spricht sich dagegen aus. Das geht aus der Vorlage für die Sitzung des Ausschusses für Planung und Entwicklung am Mittwoch, 2. März, ab 16 Uhr im Wardenburger Rathaus hervor.

Die Vertreterin des Landkreises, Baudezernentin Eva Langfermann, habe der Gemeindeverwaltung in einem Gespräch mitgeteilt, dass der Kreis Wardenburg als zentralen Ort und Grundzentrum bestimmt hat, es in der Kommune aber kein zweites Grundzentrum geben wird.

Aus Sicht des Landkreises handelt es sich bei dem Dorf Hundsmühlen nur um eine Ortschaft mit dem Schwerpunkt Wohnen und einem Standort mit Bedeutung für die Nahversorgung, aber nicht um ein Grundzentrum, das die Vorgaben des Landkreises erfüllt. Das alte RROP hatte Hundsmühlen dagegen in Verbindung mit Tungeln noch als ein ebensolches gesehen.

Nach Ansicht des Landkreises handelt es sich bei Tungeln allerdings um einen Ortsteil ohne besondere Funktion. Eine räumliche Verbindung zu Hundsmühlen wird dort nicht gesehen.

Langfermann teilte mit, dass im Zweifel die Kreispolitik entscheiden muss, ob Hundsmühlen Grundzentrum werden soll. Der Landkreis werde dazu aber eine negative Empfehlung aussprechen. Das weitere Prozedere werde in der Arbeitsgruppe zum RROP entschieden. Eine ähnliche Debatte findet in der Gemeinde Hude statt. Dort geht es um die Frage, ob Wüsting den Zentralort-Status zugesprochen bekommt. Da das fertige Programm genehmigungspflichtig ist, bestehen Bedenken beim Landkreis, dass eine Aufnahme von Hundsmühlen als Grundzentrum die Genehmigung gefährden könnte.

Die Wardenburger Verwaltung hat der Einschätzung des Landkreises schriftlich widersprochen. „Es bleibt abzuwarten, inwieweit der überarbeitete Entwurf des Konzepts der Zentralen Orte die Anregungen und Bedenken der Gemeinde aufgegriffen wird und eventuell beachtet hat“, heißt es in der Vorlage.

bor

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