Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ehemaligen Betreuer aus Wardenburg

Missbrauchsvorwürfe bei der Jugendfeuerwehr

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Das Feuerwehrhaus an der Oldenburger Straße in Wardenburg: Auch hier soll es zu heimlichen Treffen zwischen dem Betreuer und den beiden Mädchen gekommen sein.

Wardenburg - Von Karsten Tenbrink. Ein ehemaliger Betreuer der Jugendfeuerwehr Wardenburg steht unter Verdacht, zwei Mädchen sexuell missbraucht zu haben. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat die Ermittlungen aufgenommen, bestätigte Sprecherin Carolin Castagna.

„Es besteht der Anfangsverdacht des sexuellen Missbrauchs von Kindern“, so die Staatsanwältin. Eine entsprechende Anzeige sei im Juli erstattet worden. Die Taten sollen sich bereits im vergangenen Jahr ereignet haben. Darüber hinaus wollte Castagna „keine weiteren Angaben“ machen. Die Ermittlungen liefen noch und für den mutmaßlichen Täter gelte bis zu einer eventuellen rechtskräftigen Verurteilung durch ein Gericht die Unschuldsvermutung. Wie viel Zeit die Ermittlungen gegen den ehemaligen Betreuer in Anspruch nehmen würden, ließe sich im Moment noch nicht sagen.

Bei den mutmaßlichen Opfern soll es sich um zwei Mädchen handeln, die zum Zeitpunkt der angeblichen Vorkommnisse zwölf beziehungsweise 14 Jahre alt waren, heißt es im Umfeld der Wardenburger Feuerwehr. Ein Informant, der namentlich nicht genannt werden möchte, erklärte gegenüber dieser Zeitung, dass der damalige Jugendbetreuer sich mehrmals mit den Mädchen getroffen habe – zunächst im Feuerwehrhaus, später an einem anderen Ort. Dabei soll es zu Berührungen an der Brust gekommen sein, angeblich wurden auch Küsse ausgetauscht. Der Beschuldigte soll außerdem versucht haben, die 14-Jährige im Intimbereich zu berühren, was diese jedoch nicht zugelassen haben soll.

Wardenburgs Gemeindebrandmeister Herwig Grotelüschen erklärte auf Nachfrage: „Nach meinem Kenntnisstand ist nichts Schlimmes passiert.“ Er sprach von nur einem Fall. Das 14-jährige Mädchen sei zwar Mitglied der Jugendfeuerwehr gewesen, doch die Treffen hätten sich im privaten Rahmen außerhalb der Feuerwehr abgespielt. Der Beschuldigte sei seit Bekanntwerden der Vorwürfe nicht mehr im Bereich der Jugendfeuerwehr tätig. Ein kompletter „Rausschmiss“ sei jedoch „ohne handfeste Beweise“ nicht möglich. Er habe den Eltern des Mädchens geraten, den Betreuer anzuzeigen, wenn an den Vorwürfen etwas dran sein sollte. Das sei nicht geschehen.

Weitere Personen der Vertuschung beschuldigt

Inzwischen jedoch – mehrere Monate später – wurde Anzeige erstattet. Wer sich an die Behörden gewandt hat, möchte Castagna nicht sagen. Im August folgte darüber hinaus eine anonyme Anzeige gegen verschiedene Personen, weil diese die Missbrauchsfälle angeblich versucht hätten, zu vertuschen. Den Eingang eines entsprechenden Schreibens bestätigt die Staatsanwältin. Das Verfahren sei jedoch „sofort wieder eingestellt worden“, es habe sich bei der Prüfung kein entsprechender Anfangsverdacht ergeben. Grotelüschen nannte die anonym erhobenen Vorwürfe „Blödsinn“.

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