Firma spendet Fernseher für Flüchtlings-Unterkunft

Sorgen um Wohnraum verringern sich

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Dennis (links) und Rolf Böseleger (rechts) übergaben den Fernseher an Bügermeisterin Martina Noske.

Wardenburg - Die Gemeinde Wardenburg muss derzeit noch 52 Flüchtlinge aufnehmen und ist zuversichtlich, alle unterbringen zu können. Das teilte die Kommune am Donnerstag mit. Der Verteilungszeitraum läuft bis Ende Juli. „Die Verwaltung hat unter Berücksichtigung der Gemeinschaftsunterkünfte und der neu angemieteten Wohnungen die Möglichkeit, die Flüchtlinge unterzubringen“, heißt es in der Mitteilung.

Auch die Bewohner aus der Notunterkunft im Dorfgemeinschaftshaus Hundsmühlen seien auf Wohnungen und Zimmer in Gemeinschaftsunterkünften verteilt worden. Dennoch werde das Gebäude weiterhin für eine vorübergehende Notunterbringung benötigt. Gleichzeitig bereitet die Kommune den Verwaltungsbau der Grundschule Achternmeer für Asylbewerber vor.

Die im September im Rathaus eingerichtete Koordinierungsstelle für Flüchtlinge wurde nun aufgelöst. Die Aufgabe der Koordinierung der Flüchtlingsunterbringung ist damit wieder dem Sozialamt zugeordnet, das ab sofort dafür zuständig ist.

Doch auch wenn weniger Flüchtlinge kommen, bleibt die Integration eine wichtige Aufgabe. Im Zuge der Einquartierung neuer Asylbewerber in der ehemaligen Sauna am Hallenbad haben die Geschäftsführer von Euronics aus Wildeshausen, Rolf und Dennis Böseleger, der Gemeinde Wardenburg einen großen, knapp 500 teuren LED-Fernseher spendiert, damit die neuen Gemeindemitbewohner mehr von der deutschen Kultur kennenlernen.

„Wenn die Flüchtlinge Deutsch lernen, können sie es in ihrer neuen Umgebung gleich besser umsetzen. Und so hatte ich die Idee, die Unterkunft mit einem Fernseher auszustatten. Doch der Gemeinde selbst fehlt das Geld dazu, zumal sie nur für die Grundausstattung zuständig ist“, sagte Bürgermeisterin Martina Noske.

Rolf Böseleger wohnt in Wardenburg, weswegen der Kontakt schnell hergestellt war. Bei einem Treffen tauschten sich die Verwaltungschefin und der Geschäftsführer über die Flüchtlingssituation aus. Und auch Dennis Böseleger war von der Idee sehr angetan.

jb

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