Gemeinde Wardenburg reißt ehemalige Obdachlosenunterkunft ab

Mehr Platz für die neue „Visitenkarte“

Ein Bagger der beauftragten Abrissfirma macht das Gebäude aus dem Jahr 1964 dem Boden gleich.
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Ein Bagger der beauftragten Abrissfirma macht das Gebäude aus dem Jahr 1964 dem Boden gleich.

Wardenburg – Auf dem Gelände der ehemaligen Obdachlosenunterkunft am südlichen Ortseingang Wardensburg entsteht aktuell eine zentrale Umsteigehaltestelle (ZUH). Mit dem Abriss des Gebäudes haben die Bauarbeiten begonnen. „Um den öffentlichen Personennahverkehr deutlich zu verbessern, wurde 2018 mit den Planungen für eine verbesserte Anbindung an die Stadt Oldenburg und die umliegenden Gemeinden sowie dem Bau einer zentralen Umsteigehaltestelle begonnen“, erläutert die Verwaltung die Maßnahme in einer Mitteilung.

Bei der Suche nach einem geeigneten Standort habe sich der Blick auf die gemeindeeigene Fläche, direkt an der Oldenburger Straße, Ecke Reiherweg, gerichtet.

„Am neuen Standort wird der südliche Ortsbereich Wardenburgs – also die Wohngebiete, die Gewerbegebiete mit ihren Arbeitsplätzen und Einkaufsmöglichkeiten – an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden“, benennt Bauamtsleiter Frank Speckmann die Vorteile, die dieser Bereich seiner Meinung nach bietet.

Bessere Anbindung, Entlastung des Verkehrs

Von der Möglichkeit, mit dem Linienbus „in einem Rutsch“ vom Norden in den Süden Wardenburgs – aber natürlich auch in die andere Richtung – zu fahren, profitierten Ein- und Auspendler wie auch Bürger, die beispielsweise im Norden des Ortes wohnen und die Einkaufsmöglichkeiten im Süden nutzen möchten, heißt es in der Mitteilung der Gemeinde weiter. Dies sei bisher nicht der Fall, da von den Bussen lediglich der Marktplatz angefahren werde. Durch die mittlerweile stark erhöhte Taktung der Linienbusse in Verbindung mit dem Schulbusverkehr sei die Situation am Marktplatz zeitweise äußerst problematisch und aus Sicht der Gemeinde langfristig nicht tragbar. Somit führe der neue Standort dort zu einer dringend erforderlichen Entlastung der Verkehrssituation.

Das nun abgerissene Gebäude – ein 1964 erbautes ehemaliges Verwaltungsgebäude der Oldenburger Betonsteinwerke (heute „Berding-Beton“) – war 1991 von der Gemeinde gekauft und bis vor einigen Jahren als Obdachlosenunterkunft und zuletzt für die Unterbringung von Geflüchteten genutzt worden. Auch aufgrund seiner überdimensionierten Ausmaße und bestehendem Sanierungsbedarf hatte der Gemeinderat im Februar 2019 entschieden, die Obdachlosenunterkunft am südlichen Ortseingang an der Oldenburger Straße aufzugeben und an diesem Standort die neue zentrale Umsteigehaltestelle entstehen zu lassen. Stattdessen werden die von der Gemeinde für die Flüchtlingsunterbringung angemieteten Wohnungen genutzt, um obdachlose Menschen dezentral unterzubringen. „Ungeachtet dessen hatte sich in der Vergangenheit eine dezentrale Unterbringung in Mietwohnungen, insbesondere von betroffenen Familien, bewährt. Auch aus sozialen Gründen soll dieses Vorgehen soweit möglich Sammelunterbringungen vorgezogen werden“, heißt es aus dem Wardenburger Rathaus weiter.

Zuschüsse von Land und Verkehrsverbund

Das umfangreiche Vorhaben ZUH werde nun im Laufe des Jahres umgesetzt. Die Gemeinde erhält nach eigenen Angaben hierfür Fördermittel vom Land Niedersachsen sowie dem Zweckverband Verkehrsverbund Niedersachsen-Bremen. Mit den Abrissarbeiten wurde nach erfolgter öffentlicher Ausschreibung die Wildeshauser Firma „Scheele Erdbau“ beauftragt.

„Mit der zentralen Umsteigehaltestelle wird sich auch das Erscheinungsbild an der südlichen Ortseinfahrt Wardenburgs deutlich positiv verändern. So erhält der Ort neben dem infrastrukturellen Nutzen auch eine neue ,Visitenkarte‘“, so Bauamtsleiter Speckmann abschließend.

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